industrial technology
3D-Druck interessiert jetzt auch kleine Unternehmen
britta biron 16.01.2015

3D-Druck interessiert jetzt auch kleine Unternehmen

Aktuelle Studie Additive Fertigung gewinnt bei mittelständischen Fertigungsbetrieben immer mehr Befürworter

Produktion verschiebt sich immer weiter zu dezentralen Netzwerken aus Microfactories.

Weinheim. Die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland erkennt das große Potenzial des 3D-Drucks für die industrielle Produktion. Dies ist eines der Kernergebnisse des aktuellen „IT Innovation Readiness Index” des Münchner Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT.

Demnach stimmen 23% der befragten Fertigungsunternehmen der These zu, dass sich durch 3D-Druck in der Produktion Kosten- und Effizienzvorteile realisieren lassen. Werden noch die Befürworter der Aussage „stimme eher zu” hinzugezählt, sind es sogar 45%. „Die mittelständische Fertigungsindustrie hat die vielversprechenden Möglichkeiten der Produktion dreidimensionaler Werkstücke mittels Drucker erkannt. Vor dem Hintergrund, dass 3D-Druck ein reales Anwendungsszenario dafür ist, welche Vorteile eine dezentrale Produktion zukünftig bieten kann, sind diese Ergebnisse sehr interessant”, kommentiert Stefanie Naujoks, Analystin Project Services and Manufacturing Markets bei PAC.

Dezentralisierung

Dass rund ein Drittel der Unternehmen das Thema Additive Fertigung als wenig bis gar nicht relevant einstuft, dürfe aber nicht als generelle Ablehnung gewertet werden, sondern liege wohl in ers-ter Linie darin begründet, dass die Technologie für manche Unternehmen aufgrund der Produkte oder spezieller Gegebenheiten in der Fertigung nicht geeignet ist. Die Hoffnungen des Mittelstands im Zusammenhang mit den neuen Fertigungsmöglichkeiten basieren vor allem darauf, dass sich die Wertschöpfung von den Großfabriken zunehmend in ein dezentrales Netzwerk aus Micro-factories verschiebt. „Es ist längst kein futuristisches Szenario mehr, dass aktuell benötigte Teile statt vom Lieferanten direkt am Montageband On-Demand aus dem 3D-Drucker kommen; dadurch lassen sich nicht nur Logistikkosten einsparen, sondern auch kleinste Losgrößen bis hin zum Einzelstück deutlich preiswerter realisieren”, erläutert Manfred Stein, Director Marketing & Corporate Communications bei Freudenberg IT. „Zudem ist nicht zu übersehen, dass der 3D-Druck einen direkten Bezug zu den IT-Megatrends Big Data und Cloud Computing hat, da auch alle digitalen Konstruktionspläne für die 3D-Druck-Teile in Echtzeit zur Verfügung stehen.”

Fachveranstaltung

Die steigende Bedeutung des 3D-Drucks zeigt sich auch daran, dass „Inside 3D Printing”, die führende B2B-Konferenz zum Thema 3D Druck und additive Fertigung, die am 3. und 4. März in Berlin stattfindet, heuer über eine doppelt so große Ausstellungsfläche als im Vorjahr verfügt. www.freudenberg-it.com http://inside3dprinting.de

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