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Amazon, der Apotheken-Killer
christian novacek 06.02.2015

Amazon, der Apotheken-Killer

Es ist eine Lieblingsforderung der Interessensvertretungen: Kauft doch im heimischen, stationären Handel, damit die Wertschöpfung im Land bleibt. Na sicher mach ich das. Wie schon mal erwähnt, in Sachen Playstation-Fernsteuerung – unbesonnen beim Saturn eingetütet; hätt ich stattdessen bei Amazon geguckt, hätten mich die Rezensionen abgehalten und das Teil wär um zehn Euro billiger gewesen. Selber schuld, denke ich mir, der Elektronikmarkt ist halt speziell. Damit mir die Wertschöpfung nicht sämtlich nach Amazonien abfließt, gibt's glücklicherweise die Dinge des täglichen Bedarfs. Beispiel Zahnpasta. Mir schwillt immer die Zunge an vom Süßstoff drin, weswegen ich Interviews erst ab Mittag machen kann. Auf Dauer ist das ein leidlicher Zustand. Ergo such ich eine Bio-Pasta ohne Süßstoff. Dass es die beim Billa net gibt – geschenkt. Dass es die im Verbrauchermarkt net gibt, trotz gefühlt mehreren Hundert Pastatuben im Regal – schon ein bisschen verwunderlich. Aber ich bin ja im Zeichen der Wertschöpfung unterwegs. Also ab in die Apotheke. Dort ist die gesunde Zahnpasta sicher ein Renner im Sortiment, denke ich. Falsch. Auch die haben nix. Aber: Sie könnten's mir bestellen. Na sicher doch.c.novacek@medianet.at

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