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Anzahl der Angriffe aus dem Internet steigt weiter
Christoph fellmer 13.02.2015

Anzahl der Angriffe aus dem Internet steigt weiter

Akamai Technologies Im „State of the Internet”-Report Q4 wird dramatischer Anstieg von DDoS-Attacken festgestellt

Ein beträchtlicher Teil der DDoS-Angriffe stammt immer noch aus den USA, China und aus Westeuropa.

Wien. „Im vierten Quartal haben wir eine unglaublich große Zahl von DDoS-Angriffen gemessen, nahezu doppelt so viele wie im gleichen Vorjahreszeitraum”, sagt John Summers, Vice President der Cloud Security Business Unit bei Akamai Technologies. Das Unternehmen hat kürzlich den „Q4 2014 State of the Internet – Security Report” vorgestellt, der durch das Prolexic Security Engineering and Research Team (PLXsert) von Akamai erstellt wird. Der aktuelle PLXsert-Quartalsbericht bietet eine ausführliche Analyse und umfangreiche Einblicke in die weltweite DDoS-Bedrohungslandschaft, einschließlich von DDoS-Angriffen im PLXrouted-Netzwerk. „Denial-of-Service-Angriffe sind bei einer Vielzahl von Unternehmen anzutreffen”, sagt Summers. „Sie sind nicht auf eine einzelne Branche beschränkt wie die Cyber-Angriffe auf Online-Entertainment-Anbieter im Dezember, sondern verteilen sich auf viele Branchen.”

Akamai beobachtete im vierten Quartal 2014 bei der durchschnittlichen Spitzenbandbreite der DDoS-Angriffe eine Zunahme um 52% gegenüber dem vierten Quartal 2013. Eine große Menge unerwünschten Datenverkehrs kann sehr schnell die Möglichkeiten eines Unternehmens beeinträchtigen, auf legitime Anfragen von Kunden zu antworten, und führt im Ergebnis zu einem Ausfall der Webseite. Die meisten nicht geschützten Webseiten können einem DDoS-Angriff nicht standhalten. DDoS-Angriffe sind daher heute weitverbreitet, und alle Unternehmen mit einer Online-Präsenz müssen sie in einer Risikobewertung berücksichtigen.

Niedrige Kosten

„Aufgrund der niedrigen Investitionskosten nutzen DDoS-Mietlösungen kreativ Reflection-Techniken für DDoS-Angriffe”, sagt Summers. „Fast 40 Prozent aller DDoS-Angriffe verwendeten Reflection-Technologien. Sie nutzen dazu Internetprotokolle, die mit mehr Traffic antworten, als sie empfangen. Zudem muss ein Angreifer dabei noch nicht einmal die Kontrolle über einen Server oder ein Device erlangen.” Die allgemeine Verfügbarkeit von DDoS-Mietlösungen ermöglicht selbst technisch wenig versierten Angreifern, DDoS-Verfahren einzusetzen. Darüber hinaus hat die Ausweitung des DDoS-Mietmarkts zu einer Verbreitung von Multi-Vektor-Kampagnen geführt – auch hier fördert der Wettbewerb Innovationen in den Attacken.

USA und China

Im vierten Quartal 2014 gab es 84% mehr Multi-Vektor-Angriffe als im vierten Quartal 2013. Bei mehr als 44% aller Attacken handelte es sich um Multi-Vektor-Angriffe. Die Zeiten, zu denen DDoS-Angriffe erfolgten, waren gleichmäßiger über das vierte Quartal verteilt; eine mögliche Ursache dafür ist die potenziell größere Zahl von Angriffszielen in zuvor unterrepräsentierten Gebieten. Zudem haben sich auch die Herkunftsländer der Angriffe geändert: Ein beträchtlicher Teil der DDoS-Angriffe stammt nach wie vor aus den USA und China. Aber während die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) im dritten Quartal 2014 dominierten, kamen sehr viele Angriffe im vierten Quartal 2014 aus den USA, China und Westeuropa. stateoftheinternet.com

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