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Bedrohung durch „Cybercrime”
15.01.2015

Bedrohung durch „Cybercrime”

Allianz Risk Barometer Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Feuer führen international die „Hitlist” der Geschäftsrisiken an

Hochwasser, Sturm: In Österreich schätzt man die Gefahr von Naturkatastrophen am gravierendsten ein.

Wien. Die Angst vor Cyberkriminalität sei im Vergleich zum letzten Jahr „deutlich gestiegen”, kommentiert Werner Müller, Vorstand und Chief Risk Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse des aktuellen „Allianz Risk Barometers”. Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Feuer – davor haben Unternehmer ihr Geschäft betreffend am meis-ten Angst. Die Furcht vor Cybercrime allerdings, das zeigt das Allianz Risk Barometer 2015 (eine Befragung von 516 Experten und Unternehmern aus 47 Ländern im Industrie- und Firmenversicherungsbereich), ist am stärksten gestiegen. Cyberkriminalität – und IT-Ausfälle – befinden sich mit 17% diesmal schon auf Position 5; das bedeutet ein Sprung nach vorn um drei Plätze gegenüber dem Vorjahr.

Platz 1: „Betriebsstörung”

Als das weltweit größte Geschäftsrisiko schätzen die Befragten Betriebs- und Lieferunterbrechungen ein (46%). Naturkatastrophen gelten als das zweitgrößte Risiko (30%), gefolgt von der Gefährdung durch Feuer und Explosionen (27%) auf Rang 3.Auf Platz 4 landete mit 18% das Risiko „Änderungen in der Gesetzgebung und Regulierung”. Nach Cyberkriminalität auf Rang 5 (17%) gelten Reputationsschäden aktuell als das sechstgrößte Geschäftsrisiko für Unternehmen.Marktstagnation oder ein Wirtschaftsabschwung (Position 7) werden ebenso wie die Gefahr eines verschärften Wettbewerbs (8) im Vergleich zu 2014 allerdings als weniger risikoreich eingestuft. Die Top 10 werden durch das Risiko politischer/sozialer Unruhen und die Gefahr von Diebstahl, Betrug und Korruption komplet-tiert.Die Angst vor Sparprogrammen fällt um fünf Positionen und belegt im aktuellen Ranking Platz 17, Marktschwankungen sind heuer nicht mehr unter den Top 20 zu finden.

Österreich tickt anders

„Während weltweit die Angst vor Betriebsunterbrechungen zunimmt, fürchten heimische Betriebe Naturkatastrophen am meisten”, erklärt Müller. Mit 63% erreicht dieses Geschäftsrisiko in Österreich einen doppelt so hohen Wert wie in der internationalen Auswertung; im Vergleich zum Vorjahr hat der Wert um 20 Prozentpunkte zugelegt.Das Plus erklärt sich unter anderem durch die Ereignisse der letzten Jahre, wie etwa das Hochwasser 2013, bei dem branchenweit versicherte Schäden in der Höhe von rund 250 Mio. € entstanden sind.Auf Platz 2 der größten rot-weiß-roten Unternehmerängste liegen Betriebsunterbrechungen (44%) und ex aequo Cyberkriminalität: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Angst vor Cyberkriminalität um 23 Prozentpunkte erhöht. Mit jeweils 19% gelten Marktstagnation und Feuer das viert- und fünftgrößte Risiko für die heimischen Unternehmen.Diebstahl und Rohstoffpreiserhöhungen (jeweils 13%) sowie technologische Innovationen, Stromausfälle und politische Unruhen (jeweils sechs Prozent) vervollständigen die Liste der Top 10-Risiken in Österreich.Die Befragung „Allianz Risk Barometer 2015” wurde Ende 2014 von der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), dem Industrieversicherer der Allianz Gruppe, durchgeführt. Dabei gaben 516 Experten und Unternehmer aus 47 Ländern aus dem Industrie- und Firmenversicherungsgeschäft ihre Einschätzung ab, welche Risiken für Unternehmen aus bestimmten Regionen und Branchen im Jahr 2015 besonders dringlich sind. (red)

Werner Müller, Vorstand und Chief Risk Officer der Allianz Gruppe in Österreich.

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