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Berger: zukunftsorientierte Weichenstellungen
27.01.2015

Berger: zukunftsorientierte Weichenstellungen

Ausgezeichnete Auftragslage Die neu erworbene 48-Seiten-Rollenoffsetmaschine wird sehr gut ausgelastet

Klare Linie der Stabilität und der Verlässlichkeit, Bekenntnis zum Standort Horn und zu Mitarbeitern.

Horn. Die Druckerei Berger blickt trotz schwierigem Marktumfeld zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Die Investition in eine weitere 48-Seiten-Rollenoffset-maschine zeigt, dass das Familienunternehmen auch weiterhin, allen Unkenrufen zum Trotz, an Print glaubt, wie Gesellschafter Peter Berger sen. in einem medianet-Interview erklärt.

Sein Sohn Peter Berger jun., der gemeinsam mit seinem Cousin Ferdinand Berger jun. als Geschäftsführer in fünfter Generation die Verantwortung trägt, ergänzt, dass es über den Verkauf „sehr gut gelungen” sei, auch die neue Maschine auszulasten. Damit wurde am Standort in Horn eine zukunfts-orientierte Weichenstellung in die Wege geleitet, die dem Familienbetrieb trotz des harten Marktes dabei helfen wird, die stabile Position zu halten.

Kontinuität

Die Investition zeigt, dass die Druckerei Berger mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft blickt, wenngleich die Familie auch die Zeichen der Zeit erkennt. „Das Internet wird den Print-Bereich zwar direkt und indirekt beeinflussen, aber nicht substituieren”, erklärt der Seniorchef. Derzeit beläuft sich der Umsatz der Druckerei auf rund 60 Mio. € – 2014 wurde das Wachstumsziel erreicht, auch für 2015 plant man in Horn mit einer „moderaten” Umsatzzulage. Denn immerhin sei nicht nur der Markt geschrumpft, entsprechend ist auch die Zahl der Mitbewerber am Markt zurückgegangen. „Heute gibt es nur mehr vier Druckereien in Österreich, die Rollenoffset anbieten”, heißt es seitens der Geschäftsleiter. „Unser Vorteil war immer schon, dass wir, neben den Großaufträgen, auch mit den kleineren Auflagen auf die große Rolle gegangen sind”, erläutert die Familie die PositionierungDie Rollenoffset-Maschine, die seit knapp einem Jahr auf Hochtouren läuft, kommt vor allem im Zeitschriften- und Katalogdruck zum Einsatz. Auch in eine neue Bogenoffsetmaschine hat die Druckerei Berger investiert, die für die Produktionen von Zeitschriften, Katalogen und Werbemitteln im niedrigen Auflagenbereich angewandt wird. „Wir stellen mit diesen Investitionen sicher, dass wir auch weiterhin als Komplett-anbieter von Druckvorstufe über Bogenoffset, Rollenoffset und Endfertigung die ständig steigenden Markterfordernisse erfüllen können”, so Peter Berger jun. „Daher ist sie nicht nur ein Signal für unsere Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeiter”, wird die Kontinuität des Familienunternehmens betont.

Neukunden gewonnen

„Nicht umsonst gibt es die Druckerei Berger seit 1868, jetzt von der fünften Generation geführt”, so Peter Berger sen. „Wir sind auch der einzige eigentümergeführte Familienbetrieb in dieser Größenordnung; das zeigt für die Kunden eine klare Linie der Stabilität und der Verlässlichkeit.” Dass die Marktverwerfungen in Horn gut aufgefangen wurden, erklärt Peter Berger mit dem guten Mix: „Wir haben viele Industriekunden, für die wir Kataloge produzieren, und es ist uns zudem gelungen, die eine oder andere Zeitschrift zusätzlich zu akquirieren. Insgesamt bedeutet das eine Stabilität in der Entwicklung.” Berger gilt mit mehr als 300 Periodika österreichweit als einer der größten Druckhersteller von Zeitschriften. (red)

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