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Bonuszertifikate im Investoren-Fokus
24.02.2015

Bonuszertifikate im Investoren-Fokus

Gastkommentar Gute Ertragschancen mit Teilschutzprodukten

Blick ins Detail Sowohl Bonuszertifikate als auch Aktienanleihen stehen im Fokus von Investoren. Kaum eine andere Produktgruppe trifft das Investoren-Interesse im Moment besser. Somit lohnt sich an dieser Stelle ein Blick ins Detail, um noch ein besseres Verständnis für die verschiedenen Ausgestaltungsformen zu bekommen.

Das klassische Bonuszertifikat bietet neben der Aussicht auf eine mögliche Bonus-zahlung (Bonus-Level) auch eine Barriere, die während der Laufzeit vom jeweiligen Basiswert (zB. Aktie, Index,…) nicht unterschritten werden sollte. Ansonsten geht die Aussicht auf die Bonuszahlung verloren und das Bonuszertifikat bildet die Entwicklung des Basiswerts eins zu eins ab (ohne Dividendenanspruch). Hierbei können Verluste bis hin zum Totalverlust entstehen. Ein möglicher Höchstbetrag (Cap) kann den Ertrag begrenzen.

Mit und ohne Barriere

Die Barriere hat also eine sehr wichtige Funktion, daher wollen wir diese noch etwas näher beleuchten. Bei klassischen Bonuszertifikaten wird die Barriere permanent, also über die gesamte Laufzeit (kontinuierlich während des Tages), beobachtet. Es gibt aber auch Bonuszertifikate, bei denen die Barriere nur einmalig zum Laufzeit-ende beobachtet wird. Diese Bonuszertifikate haben in ihrem Namen oft einen Zusatz wie „Pro” oder „Plus” und werden von Investoren mit größerem Sicherheitsanspruch bevorzugt. Natürlich bedingt das geringere Risiko auch geringere Ertragschancen; es gilt wie immer abzuwägen.Aktienanleihen bieten im Vergleich zu Bonuszertifikaten einen festen Kupon, denn dieser ist – anders als bei Bonuszertifikaten – nicht von einem Barriereereignis abhängig. Wegen der fixen Kuponzahlung greifen viele Investoren gern zu dieser Produktgruppe. Neben der klassischen Aktienanleihe ohne Barriere erfreuen sich auch Anleihen mit eingebauter Barriere zunehmender Beliebtheit. Aktienanleihen mit einer zusätzlich eingebauten Barriere haben zumeist den Namenszusatz „Protect” oder „Plus”. Diese Barriere kann auch bei Aktienanleihen Protect entweder fortlaufend oder eben nur zum Laufzeitende beobachtet werden. Diese Produktvariante wird manchmal auch als Bonuszertifikat emittiert, wenn die Basiswerte nicht physisch geliefert werden können (Indizes, Rohstoffe). Die Zinszahlung ist jedenfalls auch bei der Protect-Variante fix. Allerdings ist der Maximalertrag bei beiden Varianten auf diesen Zinssatz begrenzt, das heißt der Anleger profitiert von Steigerungen des Basiswerts, die über den Zinssatz hinausgehen, nicht mehr.Das Risiko, an negativen Kursentwicklungen teilzunehmen, kann durch eine Barriere reduziert, aber nicht ausgeschlossen werden. Diese Produkte gehören daher zu der Gruppe von Teilschutzprodukten und bergen somit neben dem üblichen Emittentenrisiko, also dem Totalausfall des Emittenten, immer auch ein Aktienkursrisiko.

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