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Brite en vogue – der Schönling noch schöner
Gregor Josel 06.03.2015

Brite en vogue – der Schönling noch schöner

Range Rover Evoque Pünktlich nach drei Jahren verpasst Range Rover dem Schönling Evoque ein Facelift

Sein polarisierendes Design fand jede Menge Nachahmer – jetzt legen die Engländer noch eins drauf.

Wien. Er ist der Shootingstar unter den SUV. Denn kein anderer Geländewagen hat so eingeschlagen wie der Range Rover Evoque. Schließlich haben die Briten davon in den letzten vier Jahren nicht nur mehr als 400.000 Exemplare verkauft; mit seinem polarisierenden Design hat er obendrein jede Menge Nachahmer auf den Plan gerufen – was die Engländer eher als Auszeichnung denn als Ärgernis verstehen. Doch gerade so ein modischer Geländewagen wie der Evoque muss mit der Mode gehen – und zeigt sich deshalb Anfang März in Genf in einem neuen Stil. In den Handel kommt der überarbeitete Evoque mit dem neuen Modelljahr in diesem Sommer, und auch wenn der ein Trendsetter ist, dürfte der Spielraum für eine Preiserhöhung relativ gering sein. Viel mehr als 35.500 Euro für den Fünftürer und 35.200 Euro für den Zweitürer mit Coupé-Heck können die Briten deshalb wohl künftig in der Basis kaum verlangen.

Zu erkennen ist der neue Evoque vor allem an der frischen Schminke für Front und Heck und natürlich an den LED-Scheinwerfern, die jetzt erstmals aus Land-Rover-Augen leuchten. Neuer Stoßfänger und Kühlergrill runden das Paket ab. Dazu gibt es neue Lacke in der 13 Töne umfassenden Farbpalette und drei neue Aluräder sowie innen bequemere Sitze und neue Türtafeln mit besserer Material-anmutung.

Aufgewerteter Innenraum

Zwar haben die Engländer vor allem am Stil gearbeitet, doch geht es dem Evoque beim Facelift auch an die Substanz. Er profitiert dabei von seinem jüngeren Bruder Discovery Sport sowie dem neuen Jaguar-Einstiegsmodell Jaguar XE und übernimmt von dort Aggregate und Ausstattungen. Im Cockpit gibt es deshalb einen neuen, acht Zoll großen Touchscreen mit optimiertem Infotainment-System und den InControl-Apps, hinter dem Spiegel schärft eine Stereokamera den Assistenten die Sinne, die elektrische Heckklappe schwingt jetzt auch nach einem Schwenk mit dem Fuß unter die Heckschürze auf, und unter der Haube stecken zum ersten Mal bei Land Rover die Diesel aus der neuen Ingenium-Familie. Die besonders reibungsarmen Zweiliter-Triebwerke leisten wahlweise 150 oder 184 PS und sind mit Normwerten von 4,2 und 4,8 Litern bis zu 18 Prozent sparsamer als die altbackenen Vorgänger. Nur der Zweiliter-Benziner mit seinen 240 PS läuft noch ein bisschen weiter, wird aber hierzulande ohnehin fast nie bestellt. Im Bereich der Sicherheit überwacht ein serienmäßiger, autonomer Notbremsassistent den Abstand zum Vordermann, der bei Bedarf eine selbstständige Notbremsung einleitet.

Noch ein Ass im Ärmel

Der Range Rover Evoque war der erste in der Land Rover/Range Rover-Modellpalette, der neues, radikales Design mit Eleganz verbindet und wahlweise mit Allrad- oder Frontantrieb erhältlich ist. Das gesamte SUV-Segment polarisiert, so auch der Evoque, der ebenfalls vom Start weg ein love-or-hate-car war: Entweder man verknallte sich sofort in das extravagente Äußere oder man verschmähte es. Die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2014 war der Evoque mit 936 verkauften Stück die Nummer eins in der hauseigenen Palette. Das Design jetzt noch eine Spur eleganter, die Motoren effizienter und die Ausstattung intelligenter und schon ist der Evoque gut für die zweite Halbzeit gerüstet. Aber die Briten haben noch ein Ass im Ärmel, das sie in Genf gezückt haben: Dort wurde nämlich nun der Bau eines Evoque Cabrios bestätigt. Damit macht der Evoque seinen nächsten Stich. www.landrover.at

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