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Das ideale Arbeitsumfeld: So hätten „wir” es gern
PAUL CHRISTIAN JEZEK 20.03.2015

Das ideale Arbeitsumfeld: So hätten „wir” es gern

Job-Realität Ein eigenes Büro fördert die Arbeitszufriedenheit – jeder Fünfte hält sich mit Powernaps leistungsfähig

20% der Arbeitnehmer können sich im Job verwirklichen, 13% sehen ihn als „notwendiges Übel”.

Wien. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer (75%) zeigt sich in der aktuellen Studie „So arbeitet Österreich” von Integral Markt- und Meinungsforschung im Auftrag von ImmobilienScout24 mehr oder minder zufrieden mit der beruflichen Situation.

Immerhin jeder fünfte erwerbstätige Österreicher sieht seinen aktuellen Job gar als Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – besonders hoch ist dieser Anteil bei Selbstständigen und Freiberuflern. Dem gegenüber stehen 13%, die den Job als notwendiges Übel empfinden, um die Lebenshaltungskosten zu decken – vor allem Arbeiter und Facharbeiter sehen dies so.

Mehr als die Hälfte im Büro

54% der Erwerbstätigen arbeiten in einem Büro; etwa zwei Drittel davon sitzen in einem Mehrpersonenbüro und teilen sich das Zimmer im Schnitt mit 7 Kollegen. 29% verfügen über ein eigenes Büro, nur eine Minderheit arbeitet in einem echten Großraumbüro (9%). Praktisch niemand würde sich jedoch aus freien Stücken dafür entscheiden – insgesamt decken sich hier Wunsch und Realität nicht: Jeder Zweite würde sich ein eigenes Büro wünschen. Wer ein solches sein Eigen nennt, ist wesentlich zufriedener (43%) mit dem Job als Menschen, die in einem Mehrpersonenbüro (29%) sitzen oder gar ihren Arbeitstag in einem Großraumbüro fristen (15%). Wer sich nicht im eigenen Büro zurückziehen kann, hat zum Teil andere Optionen. Jeder Zehnte arbeitet bereits zumindest teilweise zu Hause, so die Umfrage. Jeder Zweite (49%), der das derzeit noch nicht tut, meint, dass sich die persönliche Produktivität dadurch steigern ließe. 16% Leistungssteigerung wäre die Folge, schätzen die Befragten, und nennen damit auch einen Vorteil für den Arbeitgeber.Rund drei Viertel der Erwerbstätigen machen regelmäßig eine Mittagspause von zumindest 30 Minuten. Insbesondere Frauen legen Wert auf ihre tägliche Pause. Selbstständige gönnen sich weniger häufig eine mittägliche Auszeit (35%) – „Time is Money”. Zu Mittag trifft man sich vor allem mit Kollegen, um gemeinsam zu essen (32%) oder isst direkt am Schreibtisch (27%). Jeder fünfte mittags Pausierende nützt die Mittagspause für einen Spaziergang (18%).Drei Viertel sind überzeugt, dass ein kleines Schläfchen zwischendurch die Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag steigern könnte, aber nur rund jeder Fünfte (22%) praktiziert zumindest gelegentlich einen „Powernap” während der Ar-beit, eine kleine Minderheit sogar regelmäßig (4%). Für die breite Mehrheit ist das Thema aber tabu.

Nicht ohne Smartphone

Auf das Thema „Smartphone” als ständiger Begleiter – und etwa auch im Job? – konzentrierte sich das Jobportal karriere.at in einer Untersuchung. Von 522 Usern auf Arbeitnehmerseite sagt der größte Teil (42%), dass sie nur für einige wenige Privatgespräche oder SMS während der Arbeitszeit zum Mobiltelefon greifen. Jeder Vierte (25%) nutzt das Smartphone überhaupt nur in den Pausen. 17% der Umfrageteilnehmer geben an, ihr Smartphone im Job ausschließlich beruflich zu verwenden, 16% geben zu, sich damit „heimlich” auf Facebook und Co. einzuloggen, weil das an ihren Firmen-Rechnern verboten ist. Relativ vertrauensvoll sind in dieser Hinsicht die Unternehmensvertreter: Rund jeder Zweite der 161 Befragten (48%) hat kein Problem mit wichtigen Privatgesprächen der Mitarbeiter während der Arbeitszeit, 37% erlauben Smartphones uneingeschränkt, solange die Mitarbeiter ihr Arbeitspensum schaffen. 10% halten ein Smartphone-Verbot im Job für nicht durchsetzbar – und nur jeder zwanzigste Teilnehmer auf Arbeitgeberseite (5%) verbietet Smartphones während der Arbeitszeit restriktiv.(red)

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