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„Dem Preiskampf entfliehen”
20.01.2015

„Dem Preiskampf entfliehen”

Interview Barbara Aigner, Geschäftsführerin Top Service Österreich, über den Neustart des Gütesiegels in Kooperation mit der Uni St. Gallen

Aigner: „Die Besonderheit liegt in einer simultanen Betrachtung aus Kunden- und Managementsicht.”

Wien. Schon seit 2006 werden die kundenorientiertesten Dienstleis-ter aller Branchen in Deutschland ausgezeichnet; in Österreich kann das Gütesiegel seit 2011 im Rahmen eines Wettbewerbs erworben werden. 2015 geht der Wettbewerb als Top Service Österreich mit dem Veranstalter emotion banking in Kooperation mit medianet und der Uni St. Gallen in neuem Format an den Start. Wir sprachen darüber mit Barbara Aigner, Geschäftsführerin von Top Service Österreich.

„Gnadenloser Wettbewerb”

medianet: Österreich gilt als service- und kundenorientiertes Land. Trotzdem gibt es für Kunden genug Anlass, sich über schlechten Service zu ärgern. Was tun Österreichs Unternehmen, um die Kunden von sich zu überzeugen?Barbara Aigner: In der Tat zählt Österreich in Europa zu jenen Ländern, die bei Service- und Kundenqualität die Nase vorn haben. Wenn wir uns mit unseren deutschen Nachbarn vergleichen, so schneiden in der Regel die österreichischen Unternehmen in Sachen Service weit besser ab. Gleichzeitig ist der Österreicher sehr anspruchsvoll und begnügt sich nicht mit gleichbleibender Qualität. Daher sind Unternehmen hierzulande massiv gefordert, ihre Kundenorientierung permanent zu optimieren und zu steigern.medianet: Sie haben unsere deutschen Nachbarn angesprochen. Der Wettbewerb ‚Top Service Österreich' kommt ursprünglich aus Deutschland; wie hat er den Weg nach Österreich gefunden?Aigner: In Deutschland gibt es ‚Top Service Deutschland' schon seit fast zehn Jahren. Jährlich nutzen rund 100 Unternehmen diese Analyse und benchmarken sich mit dem Wettbewerb. Wegen des gro-ßen Erfolgs in Deutschland und der Nachfragen aus Österreich hat sich die Service Rating GmbH 2011 entschieden, den Wettbewerb auch zu uns zu bringen. Seitdem haben zahlreiche Unternehmen daran teilgenommen; unter den Ausgezeichneten sind etwa die UniCredit Bank Austria, die A1 Telekom oder Wien Energie. Seit heuer betreiben wir als österreichischer Partner mit frischem Wind den Wettbewerb und erfreuen uns eines gro-ßen Zuspruchs.medianet: Warum sollte man teilnehmen? Was ist der Benefit?Aigner: Ganz einfach, weil der Wettbewerb gnadenlos ist – und wer dem Preiskampf ein wenig entfliehen möchte, muss mit Qualität punkten. Top Service Österreich macht diese Qualität greifbar und signalisiert dies durch das Siegel.

Alle Unternehmen Österreichs sind eingeladen, teilzunehmen, egal, ob Konzern oder Kleinbetrieb, B2B oder B2C. So betreuen wir aktuell Unternehmen aus dem Energiesektor ebenso wie aus der Telekommunikation, IT-Dienstleister, Brauereiunternehmen, Logistiker, Tourismusunternehmen und Druckereien.

medianet: Welches Themenspektrum wird inhaltlich in der Befragung abgedeckt?Aigner: Die Besonderheit des Wettbewerbs liegt in einer simultanen Betrachtung aus Kunden- und Managementsicht auf die Servicequalität des Unternehmens. Die Anmeldung für den Wettbewerb Top Service Österreich läuft bis Ende März 2015, die Befragungen bis Ende April und die Auszeichnung erfolgt am 25. Juni 2015 in Wien.

Kontaktdaten, weitere Hintergrundinformationen sowie die Anmeldemodalitäten finden Sie unter www.top-service-oesterreich.at bzw. telefonisch unter: +43 (0)2252-25 48 45. (red)

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