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Der Schuhlöffel muss einfach gut funktionieren
PAUL CHRISTIAN JEZEK 20.02.2015

Der Schuhlöffel muss einfach gut funktionieren

Zeitarbeit Positive Beschäftigungseffekte „sind unbestritten”, dazu kommt „die Flexibilität, die die Wirtschaft braucht”

Bei der rechtlichen Gleichstellung von Zeitarbeit liegt Österreich inzwischen europaweit an der Spitze.

Wien. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass erfolgreiche Unternehmen sehr flexibel reagieren müssen, um im Wettbewerb zu bestehen.

Nicht nur in Krisenzeiten hat sich hierbei das Modell Zeitarbeit bewährt: Eine Studie des internationalen Zeitarbeits-Dachverband CIETT bestätigt, dass 66% der Unternehmen ihre Aufträge ohne den Einsatz von Zeitarbeitnehmern nicht erfüllen könnten und 15% der Arbeitsplätze ins Ausland verlagern würden. „Zeitarbeit schafft und sichert Jobs in Österreich”, will Gerhard Flenreiss, Fachgruppenobmann der Gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer Wien, mit dem schlechten Ruf der Branche aufräumen. „Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass es sich die Vertreter auf Arbeitnehmerseite leicht machen und schlechte Beispiele heranziehen, um gegen unsere Branche zu wettern. Stattdessen sollten sie Zeitarbeit vielmehr als das anerkennen, was sie ist: Nämlich ein wichtiger Wirtschafts- und Jobfaktor für Österreich, der vielen Menschen Pers-pektiven gibt.”

Arbeitsform mit Zukunft

Zeitarbeit sei für viele Arbeitssuchende das wirksamste Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt. Der Nettobeschäftigungseffekt von Zeitarbeit ist unbestritten: Während 41% der beschäftigten Zeitarbeitnehmer aus der Arbeitslosigkeit kommen, kehren nur 14% wieder in diese zurück. Ein überwiegender Teil hingegen wird übernommen und bleibt im Job.„In Wahrheit ist Zeitarbeit die wirksamste Wiedereinstiegsmaßnahme in den Arbeitsmarkt”, meint Flenreiss. „Anstatt Zeitarbeit schlechtzureden, sollten auch Arbeitnehmervertreter diese als moderne Arbeitsform mit Zukunft anerkennen. Denn angesichts ihrer positiven Effekte für den Wirtschafts- und Arbeitsmarktstandort steht Zeitarbeit keinesfalls im Abseits – und braucht auch keine Alternative.”Grundlage für Zeitarbeit in Österreich ist das ArbeitskräfteÜberlassungs-Gesetz (AÜG). Es regelt gemeinsam mit einem eigenen Kollektivvertrag im Detail die rechtliche Gleichstellung mit anderen Arbeitsformen. Konkret sind darin z.B. Mindestlohn bzw. -gehalt, Arbeitszeiten, Überstunden und viele weitere Leistungen definiert. Zeitarbeiter in Österreich sind in vollem Umfang kranken-, unfall-, pensions- und arbeitslosenversichert. Darüber hinaus gelten für sie Kündigungsfristen laut Angestelltengesetz bzw. Kollektivvertrag und sie haben Anspruch auf Abfertigungen und Sonderzahlungen. „Damit hat Österreich ein europäisches Best-Practice-Beispiel geschaffen und gilt ­europaweit als führend”, sagt Flenreiss.

Gute Recruiting-Arbeit

In Sachen Recruiting-Qualität erhielt vor Kurzem der Branchenleader Trenkwalder das „Golden-Best-Recruiter”-Siegel. „Wir haben von allen getesteten Unternehmen das beste Social Media-Portfolio, das ist eine tolle Auszeichnung”, kommentiert Trenkwalder-Recruitingleiterin Iris Mauracher. Das Unternehmen hat dabei in allen Bereichen (Recruiting-Präsenz, Online Stellenanzeigen und Bewerber-Umgang) gepunktet. Mauracher: „Durch unsere Professionalität und unser Engagement wird unser hoher Standard im gesamten Recruitingprozess gewährleistet – zudem ist das Recruiting die Visitenkarte unseres Unternehmens.” www.personaldienstleistung.wien www.ciett.orgwww.trenkwalder.at

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