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Dividendenhoffnungen könnten platzen
16.01.2015

Dividendenhoffnungen könnten platzen

Bankaktien Großbank JP Morgan macht den Auftakt der Berichtssaison für das Schlussquartal 2014 in den USA

New York. Nun wird Schlag auf Schlag eine große US-Bank nach der anderen Zahlen für 2014 legen. Anleger an den weltweiten Börsen hoffen auf satte Milliardengewinne – und hohe Dividenden. Goldman Sachs oder JP Morgan geben zudem einen Vorgeschmack, wie es bei den Rivalen in Europa gelaufen sein könnte. Es startete jedoch wenig verheißungsvoll mit JP Morgan, die im 4. Quartal um 6,6% weniger Reingewinn (4,93 Mrd. Dollar, 4,2 Mrd. €) auswies – die Gründe: hohe Sonderlasten für Rechtsstreitigkeiten und höhere Rückstellungen für faule Kredite. Die Einnahmen gingen um knapp 3% auf 22,51 Mrd. USD zurück.

Dennoch sind die Rahmenbedingungen für die US-Geldhäuser derzeit gut: Die Wirtschaft nimmt Fahrt auf, es gibt weniger Kredit-ausfälle, die Fed wird bald den Niedrigzinsen Ade sagen, was Schwung in den Anleihenhandel bringt. Die Banken sind zudem üppig mit Kapital ausgestattet.

Neue graue Wolken

Dennoch, so Analysten, könnten Dividendenerwartungen enttäuscht werden, denn seit der Finanzkrise müssen die US-Großbanken ihre Pläne dafür und auch für Aktienrückkäufe von der Fed absegnen lassen. Kritisch ist z.B. der Verfall des Ölpreises, der Energiekonzerne in Bedrängnis bringt und daher wieder für mehr faule Kredite sorgen könnte.(ag)

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