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Ein digitaler Leuchttisch für Android-Smartphones
CHRIS HADERER 23.01.2015

Ein digitaler Leuchttisch für Android-Smartphones

Test Adobe hat seiner Lightroom-Software eine mobile App für die Bildbearbeitung auf Android-Geräten verpasst

Für die Verwendung der „Lightroom mobile”-App ist ein Creative Cloud-Abo zwingend erforderlich.

Wien. Adobe arbeitet an der Erweiterung seiner im Creative Cloud-Umfeld angesiedelten Apps auf die Android-Plattform. Nachdem die meisten Apps bislang nur für iOS verfügbar waren, hat das Unternehmen nun nach der Touch-Version des Bildbearbeitungspakets Photoshop die „Lightroom”-Software für Android-Geräte verfügbar gemacht.

Desktop-Erweiterung

In der Desktop-Version ist Lightroom so etwas wie ein digitaler Leuchttisch für Fotografen, der umfassende Bildkorrekturen sowie die Zusammenstellung der Bilder zu Alben für den Web- und Print-Bereich erlaubt. Lightroom mobile soll ein handliches Pendant dazu darstellen und die Möglichkeiten der Desktop-Version um eine mobile Variante erweitern. Wie auch am Deskop sind mit Lightroom mobile diverse Bildkorrekturen möglich; etwa das Verändern von Weißabgleich und Helligkeit, der Einsatz von Kreativfiltern, Formatänderungen sowie die Zusammenstellung der Aufnahmen zu Bildsammlungen. Design und Handhabung der App sind auf den ersten Blick zwar etwas gewöhnungsbedürftig – hat man sich in die Gestensteuerung allerdings eingearbeitet, ist die Bedienung der Software recht einfach und angenehm. Lightroom mobile soll und kann die Desktop-Version des Programms nicht ersetzen, sondern erweitern. Die Synchronisation der Bilddaten am Smartphone mit dem PC erfolgt über die Creative Cloud von Adobe, wodurch Bilder nahtlos via Desktop, Mobile und Web verwaltet und bearbeitet werden können. Zu den Features der interessanten App gehört die Synchronisierung von Bearbeitungen, Metadaten und Veränderungen an Fotosammlungen eines Lightroom-Katalogs auf einem Mac- und Windows-Rechner. Bilder aus der Smartphone-Galerie werden dabei automatisch in den Lightroom-Katalog auf dem Desktop-Rechner synchronisiert (vom Prinzip her ein bisschen dem bekannten Foto-Upload der Dropbox ähnlich).

Schnelle Systeme bevorzugt

Die Bildbearbeitung am Smartphone erfolgt mit Tools und Presets aus Lightroom, inklusive einer nicht-destruktiven Bearbeitung auf Basis von Smart Preview- DNGs. Bilder können auf diese Art und Weise auch schnell selektiert und bei Bedarf aussortiert werden. Für den Betrieb von Lightroom mobile gibt es allerdings ein paar Voraussetzungen; notwendig ist beispielsweise ein Android-Smartphone mit Vierkern-Prozessor mit mindestens 1,7 Ghz ARMv7, 1 GB RAM, 8 GB freier Nutzerdatenspeicher und einer Android-Version ab Jelly Bean (Version 4.1). Nutzer müssen über Lightroom ab Version 5.4 im Rahmen eines Creative Cloud Komplett-Abos oder eines Creative Cloud Fotografie-Abos verfügen. Neukunden können Lightroom mobile 30 Tage lang kos-tenlos testen. Für eine anschließende Nutzung ist ein Creative Cloud Abo erforderlich. Insgesamt präsentiert sich Lightroom mobile als interessante Erweiterung der Creative Cloud-Palette – richtig sinnvoll wird der Einsatz allerdings nur mit wachsender Displaygröße des Geräts. www.adobe.at

Bilder werden für die Bearbeitung zu Sammlungen zusammengefasst.

Die App hat nur wenige Einstellmöglichkeiten und ist recht übersichtlich.

Die Bildbearbeitung erfolgt mittels Gesten und verschiedenen Slidern.

Ähnlich der Dropbox werden die Geräte über die Cloud synchronisiert.

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