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Erfolg in Kinderkrebs-Forschung
06.03.2015

Erfolg in Kinderkrebs-Forschung

Forschung II St.-Anna Kinderkrebsforschung veröffentlich neue Erkenntnisse

Wien. Das Ewing Sarkom stellt die zweithäufigste Form von Knochenkrebs im Kindes- und Jugendalter dar. Die Gen-Mutation, die diese Erkrankung auslöst, ist zwar seit Langem bekannt, der dahinter stehende Mechanismus war aber bislang unerforscht. In einer nun veröffentlichten Studie im internationalen Fachjournal Cell Reports wiesen nun Forscher der St. Anna Kinderkrebsforschung in Kooperation mit dem Zentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nach, dass das Produkt der den Tumor auslösenden Mutation die Verpackung der DNS in Genkontrollregionen „epigenetisch” verändert.

Durch chemische Modifikation bestimmter an die DNS gebundener Proteine kommt es zur Überaktivierung von Genen, die die Zellteilung steuern, und zu einer Umprogrammierung von Genen der Zelldifferenzierung. Die Forscher untersuchten acht verschiedene epigenetische Merkmale und definierten vier verschiedene Muster.

Förderung von Kapsch

„Die neuen Erkenntnisse werden künftig die Auswahl neuer Therapeutika zur Behandlung dieses sehr aggressiven Krebses erleichtern”, betonte Heinrich Kovar, Wissenschaftlicher Direktor der St. Anna Kinderkrebsforschung. „Wir hoffen, Medikamente langfristig gezielter einsetzen zu können.”Erfolge wie diese werden unter anderem durch Spenden aus der Bevölkerung und der Wirtschaft ermöglicht. Die vorliegende Studie zur Entstehung von Knochenkrebs wurde durch die Unterstützung der Firma Kapsch realisiert. Kapsch-COO Kari Kapsch: „Es freut mich, dass wir mit unserer Förderung zu neuen Erkenntnissen beitragen konnten. Innovation und Forschung sind auch für unser Unternehmen essenziell.”(iks)

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