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FH Campus Wien startet Master „Green Mobility”
PAUL CHRISTIAN JEZEK 30.01.2015

FH Campus Wien startet Master „Green Mobility”

Vorreiterrolle beim Ausbildungsangebot Elektromobilität als ganzheitliches Konzept für den Individualverkehr

Zentraler Ausgangspunkt sind technische Komponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Wien. Die FH Campus Wien startet im Studienjahr 2015/16 das berufsbegleitende Masterstudium Green Mobility. Die Besonderheit dieses technischen Studiums liegt in der Kombination mit ökonomischem, ökologischem und rechtlichem Know-how.

Denn anders als in Deutschland gab es im österreichischen Hochschulsektor bis jetzt noch keine vergleichbare Ausbildung. „Die Elektromobilität im Individualverkehr steckt in Österreich insgesamt noch in den Kinderschuhen”, meint Studiengangsleiter Andreas Petz. „Für die Aufbauarbeit braucht es innovative Mobilitätskonzepte und Generalisten mit fundiertem technischem und interdisziplinärem Know-how, Praxisnähe und Visionen. Zu deren Aufgaben gehört es, die Entwicklung technischer Komponenten zu unterstützen und die technische, wirtschaftliche und rechtliche Machbarkeit sowie ökologische Auswirkungen, etwa im Rahmen von Ökobilanzen, einschätzen zu können. Für den breiten Erfolg ist es zusätzlich notwendig, Allianzen zu bilden und Kooperationen z.B. mit Dienstleistern des öffentlichen Verkehrs, Car-sharing, Autofahrerclubs oder ganzer Regionen zu initiieren. Diese strategisch denkenden Generalisten mit technischer Expertise wollen wir im Masterstudium Green Mobility ausbilden.”

Mobilitäts-Generalisten

Das vorbehaltlich der Genehmigung durch die entsprechenden Gremien startende Masterstudium vermittelt fundiertes technisches Know-how, das von Energiespeicher und Energiemanagement, Antriebsstrang, Systemelektronik über Bussysteme und die damit verbundene Datenkommunikation bis zu Safety im Automotive-Bereich reicht. Um Mobilitätskonzepte erfolgreich umsetzen zu können, erwerben Studierende wirtschaftliche Kompetenzen sowie Wissen im Bereich Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement. Neben ökologischen Zusammenhängen sind rechtliche Aspekte im Elektromobilitätsbereich wichtige Ausbildungsinhalte im Masterstudium Green Mobility.Zu den Kernbranchen für Absolventen zählen vor allem Fahrzeughersteller und Zulieferbetriebe der Automobilindustrie. Weitere Tätigkeitsbereiche finden sich in der Infrastruktur, Planung und Beratung, bei Mobilitätsdienstleis-tern, in Energieunternehmen, bei Fachverbänden und in Gebietskörperschaften; dort übernehmen Absolventen Verantwortung für Strategie, Konzept und Umsetzung.

Pionierarbeit in Österreich

Die Europäische Union fördert die Elektromobilität in großem Umfang. In Österreich ist im Nationalen Aktionsplan bis 2020 als Ziel definiert, dass jedes fünfte Fahrzeug einen zumindest teilelektrifizierten Antrieb hat. Bis dahin wird allein im Bereich Elektrofahrzeuge ein Bedarf von rund 3.600 Vollzeitbeschäftigten prognostiziert. Unter diesen Voraussetzungen bietet sich die Chance, Elektromobilität in Österreich nachhaltig zu etablieren. Neben dem österreichweiten Ausbau einer zuverlässigen und flächendeckend zugänglichen Lade-infrastruktur liegt im technischen Bereich die Herausforderung vor allem darin, die Energiespeicher in den Fahrzeugen weiterzuentwickeln, sodass diese zukünftig noch leistungsfähiger werden. Der Verzicht auf die Stromerzeugung aus Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen wäre ein nächster wichtiger Schritt, um den mittelbaren CO2-Ausstoß zu vermeiden und somit die Ökobilanz der Elektromobilität weiter zu verbessern. (pj)www.fh-campuswien.ac.at

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