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Fit für die Industrie 4.0?
13.03.2015

Fit für die Industrie 4.0?

Duale Organisationsform Flexibilität der Studierenden und Interdisziplinarität dank differenziertem Themenangebot

Neuer dualer Bachelor-Studiengang „Smart Engineering of Production Technologies and Processes”.

St. Pölten. Zum Informations-Auftakt des neuen dualen Bachelor- Studiengangs „Smart Engineering of Production Technologies and Processes” lud die FH St. Pölten Vertreter aus Industrie und Wirtschaft. Die Unternehmen wurden dabei auch gebeten, Teil des Partner-Netzwerks zu werden, um so die Ausbildungsinhalte für Industrie 4.0 aktiv mitzugestalten.

Der Mensch im Fokus

Sebastian Schlund vom Fraun-hofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hielteinen Impulsvortrag „Fokus Mensch. Wie verändert sich die Arbeit in der Industrie 4.0?” Er be-leuchtete anhand des Kult-Beispiels der „goodnightlamp” das „Internet der Dinge”. Geräte, Schalter und Sensoren verbinden und nutzen das Web ganz ohne menschlichen Eingriff. Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass sich künftig die Art des menschlichen Arbeitseinsatzes grundlegend ändern wird. Franz Fidler, Leiter des Studien-gangs „Smart Engineering”, verwiesauf die Wichtigkeit des Menschen im künftigen Umfeld der Industrie 4.0, denn „diese kann nur über gut ausgebildete Menschen in den einzelnen Unternehmen funktionieren. Damit ist das Ziel der Industrie 4.0 eine ‚flexible Produktion' mit dem Menschen als intelligenteste und flexibelste ‚Produktionsressource'.”In der anschließenden Podiums-runde diskutierten Michael Seidel(Geschäftsführer Fried. V. Neumann GmbH), Andreas Ludwig (Vorsitzender des Vorstands Umdasch Ag), Josef Kolarz-Laken-bacher (Direktor von Siemens NÖ und Obmann des Fördervereins der FH St. Pölten) und Studiengangsleiter Fidler.

Ausgeprägte Flexibilität

Neben einem breiten Ausbildungsfundament mit umfassendem IT-Know-how gilt ausgeprägte Flexibilität als die wichtigste Eigenschaft, die das Umfeld von Industrie 4.0 von den künftigen Arbeitnehmern benötigen wird. Denn: Die zunehmende Digitalisierung in der Branche macht selbst im eigenen Unternehmen mehrere Jobwechsel nötig, die Mehr-Maschinen-Technik braucht Generalisten, die zwar die Spezialisierungsfähigkeit besitzen, tief in die Materie einzusteigen, aber mit breitem Interesse und Kombinationsvermögen. Um diese Eigenschaften speziell zu schulen, wird der neue technische Studiengang in einer dualen Organisationsform angeboten. „Ein verschränktes Drehbuch” mit der intensiven Verzahnung von Theorie und Praxis wird, so Fidler, die von der Wirtschaft geforderte Flexibilität der Studierenden fördern. Die Verzahnung einzelner Themengebiete in den Studierenden-Projekten sei demnach nicht zu unterschätzen und käme genau dieser Forderung entgegen, so das Argument von Kolarz-Lakenbacher.Flexibilität in den Köpfen der Stu-dierenden schon in der Ausbildung zu verankern, ist laut Andreas Lud-wig die wohl größte Aufgabe für die Ausbildner. Er mache vielfach die Erfahrung, dass die Generation von heute durch kurzfristig arrangierte Dates in Social Media-Kanälen besonders spontan sei.Im Berufsleben dieser Generation sei dies diametral entgegengesetzt: Hier würde eine überschaubare Arbeitssituation eingefordert; die Wirtschaft hingegen benötigt vor dem Hintergrund des technologischen Wandels hochflexible Mitarbeiter … (pj)www.fhstp.ac.at

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