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FMZs boomen ungebremst
13.03.2015

FMZs boomen ungebremst

Standort+Markt Laut aktueller Erhebung hat sich die Zahl der Fachmarktzentren in 15 Jahren mehr als verdoppelt

Lebensmitteldiscounter fühlen sich im FMZ besonders wohl: 38,4% Umsatzanteil bei nur 15,7% Fläche.

Wien. Raumplaner hassen sie und der eine oder andere Einkaufszentrenmanager mag pikiert die Nase rümpfen – nichstdestotrotz reüssiern sie: die Fachmarktzentren oder – kurz und lieblos abgekürzt – FMZs. Laut aktueller Erhebung von Standort+Markt ist die Zahl der „wenig funktionalen Handelszonen” gestiegen, die Flächenkapazitäten haben in der letzten Beobachtungsperiode ungebremst zugelegt.

Unkoordiniert gewachsen

Die wichtigsten Ergebnisse der Standort+Markt-Erhebung:

•?5,1 Mio. Quadratmeter Einzelhandelsverkaufsfläche werden in Österreich zwischenzeitlich von Fachmärkten auf der „Grünen Wiese” belegt; 17 Prozent (0,9 Mio. Quadratmeter) davon befinden sich in meist solide geplanten Fachmarktzentren, die verbleibenden Flächen sind willkürlich und in der Regel mehr oder weniger unkoordiniert gewachsen.•?Innerhalb von nur 15 Jahren hat sich die Fläche dieser „Big Box”-Gebiete von 2,5 Mio. Quadratmeter (mit rund 1.400 Shops) auf 5,1 Mio. (knapp 4.000 Shops) mehr als verdoppelt.•?Insbesondere das Supermarkt-sortiment hat bei Fachmarkt-agglomerationen an Gewicht gewonnen. Euphemistisch ausgedrückt: Die Big Box-Gebiete haben sich im Verlauf von 15 Jahren zu den „neuen Nahversorgern” entwickelt. Der Flächenanteil im Supermarktsortiment liegt zwar bei vergleichsweise bescheiden anmutenden 15,7 Prozent, der Umsatzanteil ist indes – nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen flächenleistungsleistungsstarken Lebensmitteldiskonter wie Hofer oder Lidl – mit 38,4 Prozent mehr als beachtlich.(red)

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