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Ganz ohne Scherereien
alexandra binder 10.02.2015

Ganz ohne Scherereien

Wenn wer die geborene Gärtnerin ist, dann Mama B. Das bringt viele Blüten mit sich und eine innige Verbundenheit mit der Gartenschere. An die stellt sie von daher Anforderungen. Können soll sie was und grazil sein oder in anderen Worten so schmal wie geht. Weil mit einem Riesentrumm werkt es sich nicht gut. Herr Herbert Müllner, der einen Werkzeuggroßhandel in Eugendorf betreibt, hat erkannt, dass Mama B. einer Zielgruppe angehört, mit der man ein Geschäft machen kann, und stellt solche Gartenscheren her. Das Lagerhaus vertreibt sie. Mama B. gefiel eine. Sie investierte 40 Euro. Allerdings: Nach drei Monaten ging die Schraube der Feder, die die Griffe der Schere zusammenhält, immer wieder raus. Die geduldige Mama. B., die, hüstel, die Rechnung weggeschmissen hat, tat die Schraube immer wieder rein. Bis sie nach einem Dreivierteljahr abbrach. Da war´s ihr dann doch zu blöd und sie ist ins Lagerhaus Zwettl, um ihren legitimen Gärtnerinnen-Unmut loszuwerden. Dort tauschte man das Ding aber einfach so aus. Ohne Schererein. Ohne Rechnung. Mama B. sagt, sie ist jetzt nicht mehr mit Papa B. einer Meinung, der die ,Kraft am Land' charmant Raubahaus nennt. So schnell kanns gehen.a.binder@medianet.at

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