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Gesundheitstourismus in Österreich mit Wachstum
michael bär 30.01.2015

Gesundheitstourismus in Österreich mit Wachstum

ÖQA Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität präsentiert Studie über Gesundheitstourismus

„Austria Gütezeichen Gesundheitstourismus Best Health Austria” ist das prominenteste Gütesiegel.

Wien. Der Bereich Gesundheitstourismus gewinnt in Österreich immer mehr an Bedeutung. Schon für die Hälfte der Befragten (50,6%) haben Gesundheit und Wellness als Freizeitbeschäftigung einen hohen Stellenwert. Je häufiger Gesundheitsbetriebe aufgesucht werden, umso höher ist auch der Stellenwert. Das zeigt eine neue Studie der ÖQA (Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität) über „Gesundheitstourismus in Österreich”, durchgeführt von Marketagent.com, die diese Woche Dienstag in Wien präsentiert worden ist.

An drei Tagen pro Jahr

„Wir merken, dass Gesundheits-tourismus ein Megatrend ist; der Zenit ist dabei noch lange nicht erreicht”, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, über die Ergebnisse.Das Wellness-Verhalten ist im Österreich-Vergleich unterschiedlich: Durchschnittlich werden drei Tage pro Jahr in heimischen Gesundheitsressorts verbracht, also Thermen, Wellnesshotels, Kur- und Rehakliniken. Spitzenreiter ist die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen mit vier Tagen.Im Bundesländervergleich liegen die Kärntner mit fünf Tagen ganz vorn; Tiroler und Vorarlberger verbringen mit zwei Tagen am wenigsten Zeit in Gesundheitseinrichtungen.Auf die Frage, was den Umfrage-Teilnehmern bei einem Aufenthalt in Gesundheitsbetrieben am wichtigsten ist, ergab die Studie folgendes Ranking:

1.?Gutes Preis-Leistungsverhältnis (77,4%)2.?Hohe Hygiene- und Sauberkeitsstandard (75,1%)3.?Freundliches und bestens geschultes Personal (67,9%)4.?Rundum Erholung (64,2%)5.?Tatsächliche Verfügbarkeit der beworbenen Dienstleistungen und Services vor Ort (61,9%).

Wellness ist nicht Wellness

Doch in Sachen Qualität gibt es offenbar große Unterschiede innerhalb des Landes.Grundsätzlich beurteilen fast drei Viertel der Befragten (72,5%) die Qualität heimischer Thermen, Wellnesshotels, Kur- & Rehakliniken viel bzw. etwas höher als in anderen Ländern.Gleichzeitig geben 18% an, dass sie bereits mindestens einmal von einem Lockangebot getäuscht wurden und schlussendlich mit dem Service, der Qualität vor Ort oder dem Preis unzufrieden waren.

Orientierungshilfe wichtig

Die Lösung des Problems liegt für viele Befragte klar auf der Hand: 60% der Befragten wünschen sich Gütesiegel als Orientierungshilfe, um passende und qualitativ hochwertige Angebote zu finden. Beinahe acht von zehn der Umfrage-Teilnehmer empfinden es als wichtig, dass sich Gesundheits-tourismus-Unternehmen jährlich unabhängigen Qualitätskontrollen unterziehen. Für 86% sind Gesundheitseinrichtungen mit einem anerkannten Gütezeichen vertrauenswürdiger.

Besser wirtschaften

Gesundheitseinrichtungen, die das Austria Gütezeichen Gesundheitstourismus Best Health Austria tragen, kennzeichnen die Erfüllung von Qualitätskriterien, die über den gesetzlichen Bestimmungen liegen.„Unternehmen, die ihre Qualität ständig verbessern und die Prozesse anpassen, wirtschaften besser”, ist Viktor Seitschek, Geschäftsführer der ÖQA, überzeugt.www.qualityaustria.com

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