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Großer Erfolg mit Kampftauben
Michael Fiala 24.03.2015

Großer Erfolg mit Kampftauben

Opel Gemeinsam mit der Agentur Wien Nord wurde die Brieftauben-Kampagne mit drei Mal Gold zum großen Abräumer der CCA-Gala

Lars Grundström: „Mit der enormen Kreativität unserer Agentur haben wir viel für unsere Marke machen können.”

Wien. Von Opel gezüchtete „Kampftauben” fallen über das VW GTI-Treffen in Klagenfurt her und verunstalten die Fahrzeuge der Konkurrenz mit ihrem Geschäft. Dieses drohende Szenario hatten Tausende VW-Fans im vergangenen Jahr am Wörthersee in Klagenfurt vor Augen und bereiteten sich entsprechend vor: Schutz-Folien wurden gekauft und auf die Fahrzeuge gelegt, Putzmittel standen bereit.

In Interviews lästerten die VW-Freaks über die Tauben und Opel. Die Stimmung war durchaus aufgeheizt. Für die Medien war dieses Thema ein gefundenes Fressen. Kurz gesagt: Opel war in aller Munde. Passiert ist letztendlich gar nichts, aber die mediale Coverage war enorm. Für Opel gab es bei der CCA-Gala letzte Woche die Belohnung für diese Arbeit. Der Automobilhersteller wurde in mehreren Kategorien ausgezeichnet und zum „Kunden des Jahres” gekürt. Umgesetzt wurde die Kampagne mit der Agentur Wien Nord, die zum großen Abräumer des Abends avancierte.„Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung. Es zeigt, wie wichtig diese Arbeit für die Marke Opel ist und wie gut die Zusammenarbeit mit der Agentur Wien Nord funktioniert. Es ist eine Win-Win-Situation und ein unglaubliches Gefühl”, sagt Lasse Grundström, der seit 2013 als Marketing-Direktor von Opel Österreich tätig ist, im Gespräch mit medianet. Grundström prolongiert somit den Erfolgslauf, denn bereits im vergangenen Jahr gab es auf der CCA-Gala vier Auszeichnungen.

Fokus auf die Marke legen

Generell versucht Opel im Bereich der Kommunikation nicht mehr so viel über Features der Produkte zu reden, sondern über die Marke an sich. „Mit der enormen Kreativität von Wien Nord haben wir durch mutige Kampagnen viel für unsere Marke machen können”, sagt Grundström. Die Basis der Markenbildung, das „Pflichtspielprogramm”, kommt freilich weiterhin aus der Zentrale; die individuellen Kampagnen, die in Österreich kreiert werden, sind die Kür. „Die Marke und die Identität von Opel werden somit weitergespielt, wir schauen dabei aber auch nach links und rechts, sonst wird es langweilig. Da fängt die Marke dann so richtig zu leben an”, erzählt Grundström. Mit den europaweiten Kampagnen und Kooperationen in den vergangenen Jahren mit Bryan Adams, Dortmunds Fußball-Trainer Jürgen Klopp, Claudia Schiffer oder zuletzt auch Karl Lagerfeld mit seiner Katze Choupette ist wieder Bewegung in die Marke gekommen. Mit den jetzigen Kampagnen sollen vor allem drei Attribute vermittelt werden, die für Opel den zentralen Bestandteil der Markenstrategie bilden: Deutsche Ingenieurskunst, Nahbarkeit und aufregendes Design. „Die meisten Kampagnen, die wir hier launchen, sind keine Copy/Paste-Geschichten”, sagt Grundström. „Wir haben hier genügend Flexibilität, eigene Ideen umzusetzen.” Natürlich werden die Kampagnen mit der Marketingleitung in Rüsselsheim abgesegnet. „Denn schließlich muss eine gewisse Konstanz in der Kommunikation der Marke gegeben sein.” Auf dem 85. Internationalen Genfer Automobilsalon gab Opel vor wenigen Tagen zudem einen Ausblick auf die neuen Modelle im Jahr 2015, die auch die Kommunikation in Österreich maßgeblich beeinflussen werden. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, welche innovativen Marketing-Ideen Opel und Wien Nord sich in diesem Jahr einfallen lassen werden.

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