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Hilfe bei Leukämie
27.03.2015

Hilfe bei Leukämie

Krebs I Forscher aus Salzburg punkten mit neuer Studie

Salzburger Forscher entwickeln neuen Therapieansatz bei Leukämie.

Salzburg. Eine aktuelle klinische Studie der Arbeitsgemeinschaft Medikamentöse Tumortherapie (AGMT) verspricht bestimmten Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) mehr krankheitsfreie Lebenszeit. Unterzogen sich Erkrankte einer Folgetherapie mit Antikörpern, konnte die Zeitspanne bis zum Fortschreiten oder Wiedereinsetzen der Krankheit signifikant verlängert werden.

„Gewöhnlich erfolgt nach einer Chemotherapie die Nachbeobachtung ohne Folgetherapie. In der neuen Studie haben wir die Nachbehandlung mit einer Rituximab-Erhaltungstherapie getestet”, betonte Studienleiter Richard Greil, Primar der Onkologie an der Universitätsklinik Salzburg. Chronisch lymphatische Leukämie ist die häufigste Leukämieerkrankung, die es in der westlichen Welt gibt.Behandelt wird CLL derzeit mit einer Kombination aus einer Chemotherapie und dem Medikament Rituximab – ein Ansatz, der in der Krebstherapie in den vergangenen Jahren das Überleben deutlich verlängert hat. Neu ist der Einsatz von Rituximab in der Folgetherapie. Laut Greil liegt nun weltweit die erste Studie vor, die bei CLL eine CD-20-Antikörpertherapie untersucht. CD-20 ist ein Molekül an der Zelloberfläche, das ins Zellinnere ragt und dort Signale auslösen kann. Der gentechnisch hergestellte Antikörper bildet dabei eine Brücke zur Zellumgebung, die es Abwehrzellen ermöglicht, die malignen Zellen zu zerstören.(APA/red)

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