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Hörmer: „Übergebe die IAA in absoluter Bestform”
Jürgen Hofer 23.01.2015

Hörmer: „Übergebe die IAA in absoluter Bestform”

Wechsel Martina Hörmer beendet ihre Präsidentschaft im Austrian Chapter der International Advertising Association

Professionalisierung des Vereins innen wie außen gelungen; fordert klares Signal vonseiten der Politik.

Wien. „Ich sehe den großen Herausforderungen mit Zuversicht entgegen und werde mit großem Elan und Engagement die Sache der Werbewirtschaft vertreten.” Mit diesen Worten trat Martina Hörmer vor vier Jahren die Nachfolge von Max Palla als IAA-Präsident an und wollte gemäß ihrer Rolle als Ja! Natürlich-Verantwortliche „den Nachhaltigkeitsbegriff mit Leben erfüllen, das heißt erfolgreich zu wirtschaften und dabei ethischer und sozialer Verantwortung gerecht zu werden”.

Vier Jahre später zieht sie nun Resümee über die von ihr gegebenen Ankündigungen – denn: Mit der nächsten Generalversammlung des Austrian Chapters des IAA am 28. Jänner wird ein neuer Präsident samt Vorstand gewählt. Richard Grasl, kaufmännischer Direktor des ORF, soll dieses Amt künftig auf Empfehlung des jetzigen Vorstands ausfüllen. Gegenvorschläge, die die Mitglieder noch einreichen können, gäbe es laut Hörmer bis dato keine.Sie selbst sieht die IAA dabei für künftige Aufgaben optimal aufgestellt: „Ich bin stolz, dass wir in dieser Vielfalt aus Agenturen, Medien und Werbetreibenden einen so homogenen Verein geschaffen haben und diesen sowohl inhaltlich, finanziell als auch in puncto Mitarbeiter und Mitglieder in absoluter Bestform zu übergeben”, so Hörmer, die ihr erstes Vereins-erlebnis – sie sei nicht einmal im Elternverein gewesen, fügt sie mit einem Schmunzeln an – als große Bereicherung, Herausforderung und spannendes Terrain bezeichnet. Man habe es geschafft, den Verein intern zu professionalisieren und Strukturen zu modernisieren; so wurden beispielsweise „der alte Papierkram” entfernt oder zuletzt die Website in responsivem Design relauncht. Auch nach außen hin habe man sich breiter aufgestellt, dazu führende Köpfe der Branche in den Vorstand geholt, um das Bild derselben noch besser widerzuspiegeln. Als weiteren Erfolg betont Hörmer, den Dialog forciert und die IAA als Plattform und Inspiration für neue Gedanken etabliert zu haben. Auch die Jugend habe man mit dem Young Chapter näher an die IAA herangeholt.Ein weiterer Akt in der Amtszeit von Hörmer war die Neuaufstellung des Effie: Unter der Führung von Roswitha Hasslinger wurde der Effizienz-Preis der IAA neu aufgestellt – man konnte den Status als „Oscar der heimischen Werbepreise” festigen, so Hörmer, die zugleich den Wunsch äußert, dass künftig noch mehr Agenturen ihre Werbung durch Einreichung beim Effie-Award evaluieren.

Appell an die Politik

Bei allen hervorgestrichenen Erfolgen gesteht Hörmer auch ein, eines nicht erreicht zu haben: die Abschaffung der Werbeabgabe. „Auch wenn es bis jetzt nicht geschafft wurde, so bedarf es endlich eines klaren politischen Signals, um den Kreativ- und Werbestandort Österreich zu sichern”, richtet Hörmer abschließend einen Appell an die politisch Verantwortlichen.

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