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Hollywood-Star peppt Leitungswasser auf
06.03.2015

Hollywood-Star peppt Leitungswasser auf

SodaStream Der Wassersprudler-Hersteller legte in der D-A-C-H-Region um 30 Prozent mehr an Umsatz zu

Wien. Der simpel gehaltene Slogan „einfach sprudeln statt schwer schleppen” des Wassersprudler-Herstellers SodaStream kommt bei den österreichischen Verbrauchern gut an. Im Geschäftsjahr 2014 gelang es dem israelischen Unternehmen, 18,8 Mio. € im österreichischen Einzelhandel umzusetzen. Für Henner Rinsche, CEO und Regional General Manager von SodaStream in der D-A-CH-Region, ein Signal dafür, dass das System immer beliebter wird – diese Entwicklung ist nicht zuletzt den erhöhten Werbeausgaben anzuschulden. Für 2015 plant man allein für Österreich ein Werbeetat von 2,8 Mio. € ein.

Wasser mit „Wow-Effekt”

SodaStream wirbt mit den verschiedensten Themen um die Gunst der Verbraucher. Neben der „guten” Stiftung-Warentest Bewertung sahnte der neu gelaunchte SodaStream Crystal auch einen Preis beim iF „Product Design Award 2014 ” ab. Mit dem Erwerb des Geräts entlaste man die Umwelt und reduziere gleichsam die Recycle-Müllberge, weil insgesamt weniger Plastikflaschen verbraucht werden. Auch das Küchenbild wird befreit von der Ecke, wo sich üblicherweise Plastikflaschen stapeln. Zweitens erspare man sich dadurch den üblichen Transportweg mit dem Auto für den Nachschub an Wasserflaschen, denn das benötigte Wasser kommt direkt aus der Leitung. Natürlich komme dabei auch der Gesundheitsaspekt nicht zu kurz – einerseits werden die Bandscheiben durch weniger Schleppen geschont, andererseits trinkt man nach Ansicht des Unternehmens sogar mehr Wasser. Diese Aussage belegt Rinsche durch eine Studie. „Haushalte, die einen Wassersprudler verwenden, trinken 43 Prozent mehr Wasser”, so Rinsche. Allerdings wurde die Studie „mit mehreren Tausend Teilnehmern” in den USA durchgeführt. Dort trinke man stilles Wasser nicht gern, zudem sorge die Glaskaraffe des neuen SodaStream Crystal-Sprudlers für einen solchen „Wow-Effekt”; das mache schon einen Unterschied.

„Sorry Coca-Cola and Pepsi”

Für einen „Wow-Effekt” sorgte auch der Einsatz von Hollywood-Star Scarlett Johansson als Testimonial. Der Spot wurde ursprünglich als Gag für den Superbowl im Februar 2014 produziert und sollte die Konkurrenz Coca-Cola und Pepsi verunglimpfen. Doch er wurde wegen zu starker Negativwerbung verboten. In Österreich beschränkte man sich in den TV-Spots darauf, die Vorteile des Produkts hervorzuheben. „Warum noch Wasserflaschen kaufen und nach Hause schleppen?”, so Rinsche. (ow)

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