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Industrie schwächelt weiter
30.01.2015

Industrie schwächelt weiter

Einkaufsmanagerindex Belastung durch Effekte der EU-Sanktionen gegen Russland und der Ukraine-Krise

Positive Impulse aus den westlichen Nachbarländern, wie Deutschland, sind noch zu schwach.

Wien. Während in Europa die Industriekonjunktur langsam anspringt, ist die österreichische Industrie zu Jahresbeginn 2015 noch nicht in Form. „Der Bank Austria Einkaufsmanagerindex ist im Jänner auf 48,5 Punkte gesunken”, so Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Der Index liegt damit nun schon den fünften Monat in Folge unterhalb der Grenze, ab der Wachstum in der heimischen Industrie angezeigt werden würde. Der vorläufige Einkaufsmanager-index für die Eurozone hingegen ist im Jänner auf 51 Punkte gestiegen. Er hat damit den höchsten Wert seit einem halben Jahr erreicht und zeigt seit Mitte 2013 ununterbrochen eine leichte Aufwärtsbewegung der Industrie an. „Die österreichische Industrie kommt dagegen derzeit nicht vom Fleck”, so Bruckbauer. „Gründe dafür sind einerseits die sehr zurückhaltende Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie die starken Handelsverflechtung mit dem osteuropäischen Raum; man spürt die Folgen der Russland- und der Ukraine-Krise.”

Licht am Ende des Tunnels?

Die positiven Impulse aus den westlichen Nachbarländern, wie Deutschland, seien noch zu schwach, um die österreichische Industrie auf Wachstumskurs zu bringen. Die unmittelbaren Aussichten für die heimische Industrie seien – angesichts des Rückgangs im Neugeschäft – gedämpft. Das Verhältnis zwischen Neuaufträgen und Lagerbeständen zeige gegenüber dem Vormonat einen Rückgang und liege nun im negativen Terrain. Die jüngsten ifo-Daten ließen aber erwarten, dass die heimische Industrie in den kommenden Monaten – gestützt durch Ölpreis und Euro –, der leichten Aufwärtsentwicklung in Europa folgen werde, so Bruckbauer. (red)

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