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Initiative für familienfreundliche Arbeitsplätze
10.02.2015

Initiative für familienfreundliche Arbeitsplätze

Handel Das neue Projekt von Familienministerin Sophie Karmasin erhält Unterstützung von der Pfeiffer Handelsgruppe

Traun. Die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens macht mitunter dessen Qualität als Arbeitgeber aus. Zufriedene Mitarbeiter dürften ihrem Dienstgeber gegenüber in der Regel positiver gestimmt sein und diesen wohl auch nicht so schnell verlassen wollen. Ja sogar auf die Anzahl der Krankenstandstage soll sich die Zufriedenheit laut Statistik Austria auswirken.

Frauen arbeiten v.a. Teilzeit

Um das Thema Familienfreundlichkeit in Österreich noch mehr zu forcieren, startete Familienministerin Sophie Karmasin die Initiative „Unternehmen für Familie”. Interessant dürfte die Initiative vor allem für den Handel sein; dort nimmt die Vollzeitbeschäftigung (über 35 Wochenstunden) zuguns-ten von geringfügiger Beschäftigung und von längerer Teilzeit weiter ab. Betroffen sind im Einzelhandel aber vor allem Frauen, so die Arbeiterkammer (AK) in der Studie „Beschäftigung im Handel 2014”. Nach Altersgruppen zeigt sich ein weiterer Anstieg der Teilzeitarbeit bei Frauen im Haupterwerbsalter. „Nicht überraschend”, befindet die AK diesen Umstand – schließlich würde die Hauptlast der Betreuungspflichten noch immer den Frauen obliegen. „Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die kommenden Generationen enorm wichtig und steht bereits an Platz zwei im Ranking der Kriterien eines guten Arbeitgebers”, äußert sich Sophie Karmasin. Erste Unterstützung findet das Projekt bereits in der Pfeiffer Handelsgruppe. „Wir sehen uns in der Pflicht, neben sicheren Arbeitsplätzen auch die bes-ten Bedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Wertschätzung zu bieten”, erklärt Eigentümer und Aufsichtsratsvorsitzender Georg Pfeiffer. Laut Karmasin habe das Thema Familienfreundlichkeit noch immer nicht ausreichend und nachhaltig Einzug in die allgemeine Unternehmenskultur gefunden. „Das Zusammenspiel aus familienfreundlichen Betrieben und dem Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten ist ein entscheidendes Kriterium für ein funktionierendes

Miteinander von Familie und Beruf”, stellt Karmasin fest.

Flexi-Arbeit und Home-Office

Pfeiffer hat über 6.700 Mitarbeiter, davon sind 72 Prozent weiblich. Genau deshalb würden die Arbeitszeiten bei Pfeiffer speziell bei Teilzeitkräften nach Möglichkeit an die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen angepasst werden, versichert Geschäftsführer Erich Schönleitner. Daneben stünden flexibles Arbeiten und Home-Office an der Tagesordnung. „Wir achten intensiv auf die Balance zwischen beruflichen und privaten Anforderungen”, ergänzt Schönleitner. Außerdem erhebe man bei Pfeiffer auch regelmäßig den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. (dp)

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