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Internet-Traffic wird von Maschinen erzeugt
20.02.2015

Internet-Traffic wird von Maschinen erzeugt

Ericsson Laut dem Anbieter wird die 5G-Einführung im Jahr 2020 der Maschinen-Kommunikation Impulse geben

Wien. Glaubt man aktuellen Zahlen des Web-Security-Anbieters Incapsula, dann ist die Mehrheit des Datenverkehrs im Internet nichtmenschlicher Natur. Es handelt sich allerdings auch nicht um außerirdische, die das Netz der Netze bevölkern, sondern zu 56 Prozent um Bots und andere Programme. Ein Teil davon (siehe Infografik) ist harmlos und wird unter anderem von Suchprogrammen und ähnlicher Software definiert. Nur 44 Prozent des weltweit generierten Traffics sind tatsächlich auf Handlungen von Anwendern zurückzuführen. Interessant sind diese Zahlen nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem „Internet of Things”, in dem vor allem Sensoren miteinander kommunizieren und Daten übertragen. Der zunehmende Durchsatz von IoT-Anwendungen wird das Verhältnis noch stärker zugunsten der Maschinenkommunikation verschieben.

Mobiles Wachstum

Eine aktuelle Studie von Ericsson zeigt aber auch, dass vor allem die Mobilfunktechnologie für zusätzliches Wachstum sorgen wird. So wird erwartet, dass bis zum Jahr 2020 rund 90 Prozent der Weltbevölkerung im Alter von über sechs Jahren ein Mobiltelefon besitzen wird. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse, die per Smartphones genutzt wird, steigt bis dahin auf 6,1 Mrd. In modernen LTE-Netzen liegt der Anteil der Videodienste am gesamten mobilen Datenverkehr heute bei 45 bis 55 Prozent; Gründe sind vor allem die wachsende Popu-larität von Streaming-Angeboten und deren komfortablerer Konsum. Videos werden zunehmend als integraler Bestandteil anderer Online-Anwendungen eingesetzt, etwa in Sozialen Netzen. Zugleich wird das Wachstum durch sogenannte Over the Top-Dienste (OTT) und -Inhalte angetrieben, ein Beispiel ist YouTube. Ericsson schätzt, dass sich das mobile Datenvolumen bei Videodiensten bis 2020 verzehnfachen und dann rund 55 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen wird; in diesem Jahr wird in den Mobilfunknetzen voraussichtlich die 5G-Technologie eingeführt. Diese neue Mobilfunkgeneration dürfte sich schneller als 4G (LTE) verbreiten. www.ericsson.com

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