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Italiener essen weniger Nudeln
23.01.2015

Italiener essen weniger Nudeln

Rückgang 2014 ging Pasta-Verbrauch um 2,5% zurück

Rom. In Italien wird weniger Pas-ta konsumiert. Spätestens diese Nachricht dürfte das Ausmaß der Konsumkrise in der drittstärksten Volkswirtschaft der EU klarmachen. 2014 ist der Pasta-Verbrauch in Italien um 2,5 Prozent auf 49 Mio. kg gesunken: Es wurden Nudeln im Wert von 880 Mio. € konsumiert – das bedeutet ein Minus von 2,4 Prozent. Die italienischen Nudelhersteller setzen daher verstärkt auf den Export.

Angst vor Gewichtszunahme

Bis 2020 will Marktführer Barilla unabhängiger vom italienischen Heimatmarkt werden und seinen Umsatz verdoppeln. Vor allem im restlichen Europa und in den sogenannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) will Barilla wachsen. Die BRIC-Länder machen derzeit lediglich fünf Prozent des Gruppenumsatzes aus. Doch nicht nur die vielzitierte Konsumkrise sei für den Umsatzrückgang verantwortlich: „Viele Italiener denken irrtümlich, dass man mit Pasta an Gewicht zulegt. Das stimmt nicht. Wenn man auf die Menge und auf die Soße achtet, helfen Nudeln, das Gewicht unter Kontrolle zu halten, weil sie längere Zeit satt halten”, heißt es im Hauptquartier von Barilla (Marktanteil von 32%). Doch trotz Konsumrückgang verspeist jeder Italiener noch immer durchschnittlich 25 kg Pasta jährlich. Derzeit hat Barilla einen Marktanteil von 32%, gefährlichster Konkurrent für den Hersteller ist De Cecco mit einem Anteil von 12,3%. (dp)

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