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Japanischer Neuzugang am Puls der Zeit
30.01.2015

Japanischer Neuzugang am Puls der Zeit

Nissan Pulsar 1,2 DIG-T Nissan wildert mit dem neuen Kompakten im Revier von VW Golf, Opel Astra und Co.

Wien. Nissan erweitert die bestehende Palette um einen neuen Kompakten. Ob das eine gute Idee ist, in Crossover- und SUV-Zeiten? Eine sehr gute sogar; trotz des Booms der Pseudo-Kraxler bildet das Kompaktsegment nach wie vor die Speerspitze bei den Pkw-Neuzulassungen. Die Mitspieler in der Sparte sind etabliert wie ausgereift; vor allem die europäischen Hersteller wie VW, Skoda oder Renault lassen hier seit Jahren nichts anbrennen. Die japanischen Entwickler versuchen diese Dominanz mit dem neuen Pulsar zu brechen. Der Golf-Gegner liegt mit seinen 4,38 Metern Länge genau im Mitbewerbs-Umfeld, punktet aber beim Radstand. 2,70 Meter sind der Bestwert in der Klasse. Der Innenraum ist dadurch äußerst geräumig, sodass auch Großgewachsene vorn wie hinten ausreichend Platz finden. Platz findet bei Bedarf auch das Gepäck: Mit 385 bis stattlichen 1.395 Liter Kofferraumvolumen lassen sich auch sperrige Güter problemlos transportieren, die 2:1 teilbare Rückbank sorgt dabei für zusätzliche Funktionalität. Viele Bedienelemente wurden vom größeren Qashqai übernommen, die allgemeine Handhabung gestaltet sich recht intuitiv. Das Touchdisplay ist anfangs aufgrund der filigranen Grafik etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer Weile hat man aber den Dreh raus.

Motor top, Getriebe flop

Der 1,2 Liter-Turbobenziner generiert 115 PS und 165 Nm und hat keine Probleme, die 1,3 Tonnen schwere Schräghecklimousine anständig zu bewegen. Einzig das CVT-Getriebe, X-Tronic bei Nissan, schwächelt bei Schnelligkeit und Geräuschniveau. Obendrein vergeht der Sprint auf 100 mit 12,7 Sekunden um 2 Sekunden langsamer, als mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe. Beide Getriebe-Varianten geben sich mit rund fünf Litern auf 100 Kilometer jedoch recht sparsam, laut Werksangabe zumindest. Im Alltag ist der Pulsar, wohl auch dank des hochdrehenden CVT-Getriebes, kaum unter 7,5 Litern zu bewegen. So bietet Nissan für jeden etwas, das CVT-Getriebe für gemächliche Fahrer und die Handschalt-Variante für die Sportlichen unter uns, zumal hier beim Pulsar erst bei 190 km/h Schluss mit dem Vortrieb ist.

Hohes Ausstattungsniveau

Den Pulsar gibt es in drei Ausstattungsvarianten, die ideale Wahl fällt auf die höchste Variante „Tekna”. Diese ist zwar preislich deutlich höher angesiedelt als die Einstiegsversion, dafür ist der Pulsar so üppig ausgestattet, dass es einem an nichts fehlt. Ledersitze, Navigationssystem, Smartphone-Integration, Rückfahrkamera oder auch schlüsselloser Zugang mit Start/Stopp-Knopf erhöhen den Komfort, sechs Airbags, Spurhalte- und Totwinkel-Assistent die Sicherheit. In der höchsten Ausstattungsstufe ist der Pulsar ab 24.471 Euro habbar. (gj)www.nissan.at

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