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Keine Veränderungen in Sicht
Moritz KOlar 16.01.2015

Keine Veränderungen in Sicht

KPMG-Studie Befragung von Führungskräften zeigt: Umbrüche sind in den kommenden Jahren in der Branche eher unwahrscheinlich

Allerdings sehen sich etablierte Firmen mit neuen Konkurrenten und einem Mobilitätswandel konfrontiert.

Wien. Mehr als die Hälfte der Automobilfirmen glaubt nicht an einen Umbruch in den kommenden fünf Jahren; nur jeder Zehnte erwartet in der Zeit größere Veränderungen innerhalb der Branche. Trotz einer vermehrt technologiebasierten Industrie und eines hart umkämpften Markts ist nach der aktuellen KPMG-Studie „Global Automotive Executive” davon auszugehen, dass die Premiummarken und Großanbieter auch in den kommenden zehn Jahren marktbeherrschend sein werden.

Druck von zwei Seiten

Dieser Optimismus wird immerhin von drei Viertel der befragten Führungskräfte geteilt, die bis 2025 ihre Position gesichert sehen, auch wenn sich die traditionellen Unternehmen in Zukunft nicht nur mit neuen Konkurrenten konfrontiert sehen, sondern auch mit einem zunehmenden Wandel der Mobilitätskultur. Eine bedeutende Rolle wird dabei von den Führungskräften der Technologie- und Kommunikationsbranche zugeschrieben. Hier liege es aber an den Herstellern selbst, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die auf eine Zusammenarbeit mit anderen Konzernen bauen, um innovative Technologien und Dienstleistungen anbieten zu können. Druck spüre die Automobilbranche der Studie zufolge von zwei Seiten: „Regulierungen, die eine Optimierung der traditionellen Antriebstechniken und Investitionen in neue Technologien verlangen, werden immer höher; auf der anderen Seite stehen die Konsumenten mit zunehmend technischem Know-how, die innovative Leistungen nicht nur erwarten, sondern auch fordern”, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG.

Wachstum weiter im Fokus

Zwei Drittel der Befragten setzen in ihrer Strategie der Studie zufolge weiter auf Wachstum. An zweiter Stelle stehen der Aufbau der Wertschöpfungskette und Diversifikation (54 Prozent). Die Zusammenarbeit mit Industrieunterunternehmen (49 Prozent) nimmt hinsichtlich der Marktbearbeitung einen höheren Stellenwert ein als die Partnerschaft mit anderen Automobilherstellern (45 Prozent). „Wachstum allein reicht nicht aus, um die Herausforderungen der Mobilitätskultur der Zukunft zu bewältigen. Premiummarken müssen rascher Innovationen anstreben, um neue Produkte und Dienstleistungen, die den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleiten, auf den Markt zu bringen; hier sollten die Hersteller ihren Fokus auch klar auf Kundenbindung setzen.” www.kpmg.at

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