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Klare Linie und klarer Blick beim Reisecoupé
13.03.2015

Klare Linie und klarer Blick beim Reisecoupé

Mercedes-Benz CLS 350 BlueTec Das Urmeter der Coupé-Limousinen zeigt sich nach der Überarbeitung erfrischt

Wien. Sei es der VW „Passat CC”, die „GranCoupés” von BMW oder auch in der hauseigenen Modellpalette derer von und zu Mercedes der hocherfolgreiche „CLA”: das Original all dieser Coupé-Derivate mit durchschnittlich zwei Türen zu viel ist die CLS-Klasse von Daimler. Eine dynamisch geschnittene Dachlinie, die gekonnt 4 Türen überspannt und verblüffend guter Komfort in der hinteren Sitzreihe – die prickelnde Mischung aus Vernunft, Sportlichkeit und Design kommt am Markt gut an. Grund genug, den Vorreiter des Sub-Segments up-to-date zu halten.

Experiment geglückt

Im Trend: frisch designte Scheinwerfer in Voll-LED-Technik, dazu neue Rückleuchten mit organisch wirkender und leicht wiederzuerkennender Leuchtengrafik. Das passt alles wunderbar harmonisch zur fließenden Linie des eleganten CLS und ergänzt einen technoiden Touch. Auch im Innenraum geht Mercedes diesen Weg, und nun sorgt der zum Standard gewordene Infotainment-Bildschirm in der Optik eines Tablet-PCs für modernes Flair, wenn auch nicht unumstritten. Alles beim Alten bei den hochwertigen Sitzen: Auf weichstem Leder sitzt es sich außergewöhnlich entspannt, die (aufpreispflichtige) Erweiterung des Tierhautbeschlags auf das Armaturenbrett wirkt nobel und hebt den CLS atmosphärisch in die Luxusklasse. Als optionales Ausstattungsfeature ist nun eine 360 Grad-Vogelperspektivenkamera erhältlich, die dank Weitwinkelkameras ein verlässliches Bild der Umgebung liefert.

Sparsamer Diesel

Den letzten Schliff des gelungenen Gesamtpakets liefert der Antriebsstrang: Der 3 Liter große V6-Diesel ist gnadenlos verkapselt, sogar nach außen dringt nur ein leises Rauschen im Stand – im Innenraum erinnert mehr die aktivierte Stopp-/Start-Automatik an einen Verbrennungsmotor, als das Laufgeräusch selbst. Immer kultiviert, bei Bedarf aber auch enorm kräftig (258 PS, 620 Nm Drehmoment), schiebt der feine Selbstzünder den CLS an. Sortiert wird die Kraft durch ein famoses 9-Gang-Automatikgetriebe, das, unscheinbar und praktisch am Lenkstock bedient, das hohe Drehmoment des Motors auszunutzen weiß, ohne permanent die Fahrstufe zu wechseln. Die Drehzahl bei Autobahntempo liegt bei unter 2.000 Umdrehungen pro Minute, der Geräuschpegel ist trotz der rahmenlosen Seitenscheiben entspannend gering. Dazu sorgt noch die geschmeidige Luftfederung (die das stattliche Fahrzeug im Sport-Modus auch handlich werden lässt) für ermüdungsfreie Fahrt. Das ist Fortbewegung auf technisch höchstem Niveau zum attraktivsten Zeitpunkt. Nach der Überarbeitung ist es zwar nicht mehr brandaktuell, dafür von bes­ter Qualität und Verarbeitung. (gj)www.mercedes-benz.at

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