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Kunden tief in die Augen schauen
Christoph fellmer 13.02.2015

Kunden tief in die Augen schauen

Ergoneers Der Entwickler hat vor Kurzem die „Professional”-Variante seines Eye-Tracking-Systems für Blickrichtungserfassungs-Studien vorgestellt

Mögliche Einsatzbereiche sind etwa Sport, Marktforschung und Automotive.

Wien. „Eye-Tracking” ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Instrument etwa in der Automobilindustrie, in der Marktforschung oder im Sport geworden. Dabei werden Bewegung und Blickrichtung der Augen eines Probanden neben weiteren Daten aufgezeichnet. Die Auswertung dieser Informationen lässt dann Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit oder Ergonomie von Produkten zu.

Ergoneers, ein Entwickler und Hersteller von Mess- und Analysesystemen, hat nun die neue Professional-Variante seines Blick­erfassungs­systems Dikablis vorgestellt, mit der sich Blickstudien mit hoher Messgenauigkeit und standardisierter Kennwertberechung durchführen lassen. Neben einer Szenenkamera mit einer 1.080p-Auflösung (Full-HD) bietet das neue Modell mit Titan-Gestell zwei individuell einstellbare Eye-Tracking-Kameras, die eine unabhängige Erfassung der Augenbewegungen beider Augen mit 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. „Das neue Professional-Modell kann außerdem über jegliche Art von Brille getragen werden”, sagt Martin Wohlfarter, Chief Technical Officer bei Ergoneers.

Binokulare Erfassung

„Früher fand Verhaltens- und Ergonomieforschung hauptsächlich im Labor statt”, sagt Wohlfarter. „Präzise und mobile Tracking-Geräte wie ‚Dikablis Professional' erlauben es uns nun, verstärkt in die echte Welt hinauszugehen und dort Forschung unter realen Bedingungen zu betreiben. Pro Stunde produziert Dikablis acht Gigabyte an Daten. Aufgrund dieser hohen Genauigkeit bei der Messdatenerfassung können Organisationen aller Art damit das Verhalten von Menschen in der Interaktion mit ihrer Umgebung oder mit Maschinen analysieren und dabei gleichzeitig laborbedingte Anomalien ausschließen.” Das neue Professional-Modell aus der Dikablis-Serie ermög-licht eine binokulare Erfassung der Pupillenbewegungen. Die beiden individuell einstellbaren Schwenk-arme, in die die beiden Tracking-Kameras integriert sind, erlauben eine passgenaue Kameraeinstellung zur präzisen Erfassung der Pupillenbewegungen. Die Kameras arbeiten mit einer Frequenz von je 60 Hertz und bieten eine Auflösung von 648x488 Pixel. Bei der Genauigkeit der Pupillenverfolgung erreichen die Kameras einen Blickwinkel von 0,05 Grad. Die Blickrichtungs-Genauigkeit beträgt zwischen 0,1 Grad und 0,3 Grad. Dikablis Professional ist ebenso wie das wirtschaftlichere Blickerfassungssystem Dikablis Essential direkt in D-Lab integriert, die 360-Grad-Lösung von Ergoneers zur Erfassung und automatischen Analyse von Messwerten aus unterschiedlichsten Quellen.

Auch mit Sonnenbrille

Mit der Szenenkamera werden Aufnahmen von dem Blickfeld der Testperson aus gemacht. Sie ist in der Mitte des Eye-Trackers angebracht und bietet Aufnahmen in Full-HD-Auflösung (1.920x1.080 Pixel); die Kamera hat einen Öffnungswinkel von 40 bis 90 Grad. Dikablis Professional kann über normale Brillen, Shutter-Brillen, jede Art von polarisierten Brillen und über viele Virtual-Reality-Brillen getragen werden. Durch dieses spezielle Design können auch Brillenträger an Studien teilnehmen, was bei herkömmlichen Eye-Tracking-Geräten nicht möglich ist. Zudem kann Dikablis Professional Pupillenbewegungen durch dunkle Sonnenbrillengläser hindurch erfassen, wodurch die Testperson in bei Sonnenlicht nicht geblendet wird. www.ergoneers.com

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