health economy
Kurzkrankenstände nehmen zu
27.02.2015

Kurzkrankenstände nehmen zu

Statistik Fehlzeitenreport weist längere Dauer bei psychischen Erkrankungen aus

Wien. 13 Tage haben die in Österreich unselbstständig Beschäftigten 2013 im Schnitt im Krankenstand verbracht. Das entspricht einer Krankenstandsquote von 3,5%, geht aus dem Fehlzeitenreport des Vorjahres hervor. Verfestigt hat sich der Trend, dass Kurzkrankenstände zunehmen.

Die Krankenstandsquote ist demnach zwar im Vergleich zum Vorjahr unverändert, aufgrund einer überdurchschnittlich starken Grippewelle im Jänner und Februar 2013 stieg die Zahl der Tage zum Vergleichszeitraum 2012 um 0,9 %. Fortgesetzt hat sich der Trend zu einer Verkürzung der Dauer der Krankenstandsfälle. Als weiterer Trend nehmen Kurzkrankenstände zu, sie machen nun bereits 37% aller erfassten Krankenstände aus.Ursache für 50% aller Krankenstandsfälle und 40% der Krankenstandstage sind Atemwegserkrankungen und Muskel-Skeletterkrankungen. Nur 2,3% der Krankenstandsfälle waren 2013 auf psychische Erkrankungen zurückzuführen, bei der Dauer der Krankenstände liegen sie allerdings an erster Stelle, da die verhältnismäßig wenigen Fälle sehr lange Ausfallszeiten nach sich ziehen.Im Dienstleistungsbereich blieben die Krankenstände weitgehend konstant, während sie in der Herstellung von Waren und noch stärker im Baubereich deutlich zurückgehen. Weniger werden auch die Arbeitsunfälle: 2013 lag die Unfallquote bei 342 je 10.000 Versicherte (2012: 351). Im Bausektor war das Unfallrisiko 2013 nur halb so hoch wie Mitte der 1990er-Jahre – der tiefste Stand seit 1974.Der Fehlzeitenreport wurde im Auftrag des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, der Arbeitskammer und der Wirtschaftskammer vom Wirtschaftsforschungsinstitut erstellt. (APA/iks)

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