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„Leere Taschen, volle Kassen”
13.02.2015

„Leere Taschen, volle Kassen”

Kommunalwirtschaftsform 2015 Das diesjährige Forum setzt sich mit modernen und ästhetischen Investitionen und Finanzierungen auseinander

Hohendanner: „Mit Investitionsentscheidungen allein ist es nicht getan.”

Wien. Für das 5. Kommunalwirtschaftsforum am 16. und 17. März im Wiener Rathaus haben die Initiatoren Deloitte Österreich, Porr Bau, Raiffeisen-Leasing, Siemens AG Österreich und Vasko+Partner mit „Leere Taschen, volle Kassen – modern und ästhetisch investieren und finanzieren”, ein Thema gewählt, das kleine Gemeinden und große Städte berührt. „Die Gemeinden sind in Summe die größten – öffentlichen – Investoren in Österreich”, erzählt Alexander Hohendanner von Deloitte Österreich. Doch mit Investitionsentscheidungen allein sei es nicht getan. „Investitionen müssen nachhaltig gemanagt werden”, sagt Hohendanner, „und Folgekosten berücksich-tigt werden – Stichwort ‚Life-Cycle-Analyse'.” Vor allem das Instrument einer mittelfristigen Finanzplanung könne, „wenn es ernsthaft betrieben wird”, Planungssicherheit schaffen.

Schließlich sollte sich die Gemeinde auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, meint Hohendanner. Diese lägen nicht im Aufbau von Hardware, sondern in der „Bedienung der Software”: „Die Gemeinden sind als sozialer Kitt unserer Gesellschaft für den hohen Lebensstandard in unserem Land verantwortlich.” Um diesen Standard zu erhalten, gebe es viel Potenzial, etwa mithilfe von PPP-Lösungen (Public-Private-Partnerships, Anm.) effizient und gesamtwirtschaftlich sinnvoll zu arbeiten. Hohendanner: „All das erfordert Information und Wissen; hier kann der Berater die Gemeinde bzw. Stadt unterstützen, um mit den vorhandenen Mitteln das Optimum zu erreichen.”

„Not macht erfinderisch”

„Die Errichtung von kommunaler Infrastruktur ist für die gesamte Bauwirtschaft von sehr, sehr großer Bedeutung”, so Josef Pein von Porr Bau, „da diese einen wesentlichen Teil der gesamten Bauproduktion darstellt.” Die dafür notwendige Finanzierung stelle die Gemeinden vor immer größere Herausforderungen, „wobei bekanntlich erst die wirkliche Not erfinderisch macht”. Neben den notwendigen Reformschritten in nahezu allen öffentlichen Verwaltungseinheiten, so Pein, würden im Besonderen private Investoren über entsprechende Beteiligungsmodelle „eine wesentliche Rolle für künftige Infrastrukturinvestitionen spielen”. Pein: „Wir hoffen, dass alternative Finanzierungsformen auch ein entsprechendes Interesse seitens der Kommunen geschenkt wird, damit auch in Zukunft die Weiterentwicklung der Kommunen sowie die Versorgung der Gesellschaft und damit der Lebensstandard gesichert werden.” (red)

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