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Mäci feilt an seinem Image
31.03.2015

Mäci feilt an seinem Image

Fastfood Umdenken lautet die Devise beim größten Fastfood-Konzern, der mit schrumpfenden Umsätzen kämpft

In Deutschland wird es bei McDonald’s schon bald einen Tischservice und Bestellstationen geben.

McDonald’s-Chef Holger Beeck: „Was nicht hineinpasst, wird nicht gemacht.”

Frankfurt. Welchen Wert haben Gewohnheiten in Krisenzeiten eigentlich noch? Diese Frage darf man sich angesichts der neuen Vorhaben von Fast Food-Gigant McDonald's schon stellen – dort bleibt kein Tablett auf dem anderen liegen. Dass es für den Konzern in letzter Zeit auch hätte besser laufen können, ist bekannt. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei man deshalb, weil Fehler vor allem dann gemacht würden, wenn die Geschäfte gut laufen, erklärte Deutschland-Chef Holger Beeck gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Unsere Vorbereitung auf herausfordernde Zeiten war unzureichend.”

Doch der Umstand, dass die rückläufigen Umsätze die Fastfoodkette dazu bringen, fast 40 Jahre alte Gewohnheiten zu überdenken, überrascht dann doch. Neben dem Lieferservice McHome wird seit Kurzem kreativ an einem edleren Image gefeilt: Im Rahmen eines romantischen Candle Light Dinners wird ein Fünf-Gänge-Menü zum Pauschalpreis von 19,90 € angeboten. Der TV-Sender CNBC will außerdem erfahren haben, dass sich auf der Speisekarte – zwischen Big Mac und Cheeseburger sozusagen – gleichfalls Grünkohl wiederfinden wird. In Deutschland wird es bald schon einen Tischservice geben, kündigt Beeck an. Diese Umstellung wird auch noch um mehrere Bestellstationen ergänzt, genannt Kiosk, an denen die Kunden fernab vom Tresen bestellen und bezahlen können. Auch in Österreich will sich McDonald's den Tischservice ansehen. Laut Beeck werde sich sogar das Erscheinungsbild der Restaurants ändern, das Produktangebot entschlackt und übersichtlicher, die Qualität verbessert und der Service effizienter. „Alles, was nicht hineinpasst, wird nicht gemacht.” (dp)

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