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Mehr Effizienz für Hybrid- und Brennstoffzellenautos
Moritz KOlar 13.02.2015

Mehr Effizienz für Hybrid- und Brennstoffzellenautos

Toyota Der japanische Autohersteller forscht an neuen Halbleitern aus Siliziumkarbid – groß angelegter Alltagstest in Japan

Die Neuentwicklung verringert elektrischen Widerstand und hilft dadurch, Treibstoff und Energie zu sparen.

Tokio. Toyota arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Effizienz seiner Fahrzeuge. In Japan testet der Automobilhersteller nun die erstmals im vergangenen Frühjahr vorgestellten Halbleiter aus Siliziumkarbid. Sie leiten die elektrische Energie weitaus verlustfreier als herkömmliche Halbleiter und erhöhen so die Reichweite von Hybrid- und Brennstoffzellenautos.

Fokus auf Leistungsregelung

Die Halbleiter kommen in der Leistungsregelung von Fahrzeugen mit Elektromotor zum Einsatz. Sie regeln den Energiefluss von der Batterie an den E-Motor und wieder zurück, wenn der Autofahrer abbremst. Während des Vorgangs wird ein Teil der elektrischen Energie in nutzlose Wärme umgewandelt und geht so dem Antrieb verloren. Halbleiter zeichnen bislang für rund 20 Prozent dieser Verluste verantwortlich.

Höhere Systemeffizienz

Anstelle der üblichen Silizium-Halbleiter hat Toyota nun gemeinsam mit anderen zum japanischen Automobilkonzern gehörenden Unternehmen hochwertige Halbleiter aus Siliziumkarbid entwickelt; sie haben einen geringeren elektrischen Widerstand, sodass die Ener-gie verlustfreier fließt. So steigt die Systemeffizienz, und damit kann der Kraftstoffverbrauch von Hybridfahrzeugen um bis zu zehn Prozent gemäß dem japanischen Testzyklus JC08 reduziert werden. Durch die verbesserte Effizienz kann auch der Kühler des Systems künftig deutlich verkleinert werden.Die Alltagstauglichkeit der Technik soll nun ein groß angelegter Praxistest auf japanischen Straßen zeigen: Seit Jahresbeginn ist bereits der Toyota Brennstoffzellenbus unterwegs, ab Februar rollt auch der Prototyp eines Toyota Camry mit Hybridantrieb.In beiden Modellen kommen Siliziumkarbid-Halbleiter zum Einsatz. Der japanische Hersteller beobachtet die Energieströme und die elektrische Spannung im Motorsteuergerät bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Wetterbedingungen, die Erkenntnisse fließen in die weitere Entwicklung ein – Ziel ist eine schnellstmögliche Markteinführung. www.toyota.com

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