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Minus 26,3% bei Russen
michael bär 06.03.2015

Minus 26,3% bei Russen

Wintersaison 2014/15 WKO-Tourismus-Sprecherin Petra Nocker-Schwarzenbacher rechnet mit positivem Abschluss

Einzelne Herkunftsmärkte im Plus, aber Deutsche sind weiterhin Standbein im heimischen Tourismus.

Wien. „Prinzipiell zufrieden” zeigt sich die Sprecherin der österreichischen Tourismuswirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Petra Nocker-Schwarzen-bacher, mit den nun von der Statis-tik Austria veröffentlichten Nächtigungszahlen für die erste Hälfte der Wintersaison 2014/15 (November 2014 bis Jänner 2015).

Saisonstart nicht optimal

Das Nächtigungsminus im Jänner von 0,3% im Vergleich zum Vorjahres-Monat war für Nocker-Schwarzenbacher zu erwarten: „Im Jänner sind russische Gäste ausgeblieben, die in den vergangenen Jahren aufgrund der orthodoxen Weihnachten im Jänner auf Winterurlaub gekommen sind.”Rund 150.000 Nächtigungen oder 27,7% machte das Jänner-Minus bei den russischen Gäste-Nächtigungen aus.„Aber nicht nur deshalb haben viele meiner Kollegen, besonders in den Wintersportgebieten, das ‚Jänner-Loch' heuer wieder stärker gespürt. Der Saisonstart war einfach nicht ideal”, betont Nocker-Schwarzenbacher.Durchaus erfreulich wertet Nocker-Schwarzenbacher das Plus bei den Gästen aus der Schweiz und Liechtenstein (+3,6%) sowie aus dem Vereinigten Königreich (+5,8%) und Italien (+11,2%) in der bisherigen Wintersaison. Ein Wermutstropfen, so die Tourismus-Sprecherin, sei neben dem Rückgang russischer Gäste (-26,3%) der leichte Rückgang der deutschen Gäste um -1,1% auf 11,39 Mio. Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (November 2014 bis Jänner 2015).„Deutschland ist und bleibt unser wichtigster Herkunftsmarkt, den wir immer im Fokus haben müssen”, so Nocker-Schwarzenbacher. Sie zeigt sich aber zuversichtlich, „dass wir im Februar und März die Trendwende bei den deutschen Gäste-Nächtigungen schaffen und am Ende der Saison mit einem Plus abschließen”.Auch die Prognose für die gesamte Wintersaison 2014/15 fällt optimistisch aus: „Der Februar ist erfreulich gelaufen, auch März und Ostern sind gut gebucht. Da die Leute wissen, dass Schnee vorhanden ist, kommen weiterhin Anfragen. Ein Nächtigungs-Plus von ein bis zwei Prozent ist für die Wintersaison also durchaus drinnen.”Im Gegensatz zur allgemein flauen Konjunkturentwicklung zeige sich die Tourismus- und Freizeitwirtschaft als Konjunkturstütze der heimischen Wirtschaft.http://wko.at/bstf

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