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MIPIM 2015: realitätsnah und nur wenig elitistisch
13.03.2015

MIPIM 2015: realitätsnah und nur wenig elitistisch

Digitale Revolution Crowd-Funding, BIM, BigData & Co. halten nun auch in der Immobilienwirtschaft Einzug

Austro-Immobilienfirmen im „Stand Austria” versammelt; Wien präsentiert sich als Wirtschaftsstandort.

Cannes/Wien. Die MIPIM (Abkürzung für „Marchè International des Professionels de l’Immobilier”), die bekannteste internationale Fachmesse der Immobilienwirtschaft, geht in die bereits 26. Runde. Noch bis heute, 13. März, ist die Gewerbeimmobilien-Messe an der französischen Riviera Magnet für Zehntausende Besucher und zig-Aussteller. In einer ersten Bilanz hat Veranstalter Reed Midem heuer rund 21.000 Besucher aus 90 Ländern – ca. 500 mehr als 2014 – und etwa 2.400 (+180) begrüßen können.

Im Veranstaltungszentrum Palais des Festivals treffen einander jedes Jahr im März Investoren, Eigentümer, Dienstleister und Developer, um sich in der 70.000-Einwohner-Stadt über neueste Trends aus dem Reich der Gewerbeimmobilien zu informieren.

Alles wird digital

Heuer steht die Messe ganz im Zeichen der digitalen Revolution: Big Data, Smart Cities, BIM („Building Information Modeling”) – dazu diskutieren Experten, ob und wie die Immobilienwirtschaft mit den digitalen Herausforderungen der Zukunft umgeht. „Noch steht die Immobilienwirtschaft am Anfang dieser Entwicklung”, zitiert das Property Magazine Messechef Filippo Rean. Den Besuchern wird versprochen, Experteneinsichten in Schlüsselsektoren und Immobilien-Hotspots zu gewinnen. Zu diesen zählen Stadtentwicklungsprojekte wie beispielsweise in London. In seiner Keynote sprach der Londoner Stadtpolitiker Sir Edward Lister über „London 2050”. Das ist auch für die Wiener Wirtschaftsagentur eine gute Gelegenheit. Denn die Förderinstitution tritt gemeinsam mit der seestadt aspern auf der MIPIM auf und präsentiert den Wirtschaftsstandort Wien. Tun wird sie das auf dem Gemeinschaftsstand Austria, wo auch Austro-Immo-Player wie ARE, Immorent, Otto Immobilien, EHL oder Immofinanz, S Immo, IC Projektentwicklung und die CPI Immobilien Gruppe vertreten sind.

Japan heuer sehr aktiv

Prominent präsent sind freilich große Länder wie Großbritannien, USA, Kanada und Deutschland, aber auch Belgien, die Niederlande und die Philippinen sind mit großen eigenen Pavillons vertreten. Apropos Asien: Japan hat zwar keinen eigenen Messebetrieb, aber dafür ist das Land gleich an zwei Messetagen mit Schwerpunkt-themen zum Immobilienmarkt im Kaiserreich vertreten. Ein Ehrengastland gab es heuer nicht, auch sei zu bemerken gewesen, dass die zuvor stets stark präsenten Vertreter aus Russland weitgehend ausließen. „Es fühlt sich fast wie 2007 an”, so die ers-ten Kommentare einiger Teilnehmer. „Tatsächlich jedoch ist die Atmosphäre heuer von reichlich Realismus getragen”, so das Fazit von James Thomlinson der britischen Immobilienfirma Voltaire Financial. Neben dem „special” Digital widmet sich die MIPIM heuer erstmals dem Bereich Spezialimmobilien. Konkret werden auf 800 m2 aktuell boomende Immobilienbereiche wie Industrial & Logistics, Healthcare sowie Hotel, Tourism & Leisure vorgestellt. Neben Ausstellungsbereichen gibt es Workshops und Networking-Angebote speziell zu diesen Themenbereichen.

Special: Spezialimmobilien

Das im Vorjahr gut besuchte MIPIM Innovation Forum im Gare Maritime wurde für die MIPIM 2015 sowohl flächenmäßig als auch thematisch erweitert. Am Hafen wird es erstmals ein Architektur Café mit Standflächen, Terrasse und zentraler Networking Area geben. Im Innovation Forum präsentieren sich auch in diesem Jahr wieder Unternehmen wie BREEAM oder BASF als Partner beim Bau der Stadt von morgen. Höhepunkt der Messe – wie jedes Jahr: die Abschlusszeremonie der MIPIM-Awards für herausragende Immobilienprojekte.(lk/eh)

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