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Neue Art der Kundenbindung via „Wearable Marketing-Strategie”
26.03.2015

Neue Art der Kundenbindung via „Wearable Marketing-Strategie”

Gastbeitrag Bis 2018 wird es weltweit 350 Mio. Nutzer von Wearables geben, das Gros als smarte Uhren & Fitnesstracker für das Handgelenk

Wie Wearables (Apple Watch & Co) das Online-Marketing verändern: intelliAd-CTO Tobias Kiessling zeigt fünf zentrale Trends auf.

München. Mindshare fragte in den neuen Momentaufnahmen „MindMinutes” 250 Österreicher (15 bis 59 Jahre) online, wie groß ihr Interesse für Wearable-Technologien und wie ihr Wissensstand darüber ist. Das Ergebnis: Rund 60% der Befragten kennen bereits Wear­ables (medianet berichtete kürzlich).

Offline & Online …

Nun hat sich auch das Beratungs- und Forschungsunternehmen CCS Insight des Themas angenommen und näher hingesehen: Deren Fazit: Bis 2018 wird es weltweit 350 Mio. Nutzer von Wearables geben. Das Gros davon sind smarte Uhren und Fitnesstracker für das Handgelenk. Dies bedeutet sowohl, dass 350 Mio. Menschen die Vorzüge der intelligenten Uhren nutzen können, als auch, dass 350 Mio. potenzielle Kunden auf eine revolutionäre, besonders individuelle Art und Weise von Werbetreibenden angesprochen werden können. intelliAd Media CTO Tobias Kiessling zeigt fünf zentrale Trends auf, durch die Wearables und Smartwatches die Online Marketing-Welt mit verändern werden.Der digitale Geldbeutel Convenience gehört seit Jahren zum wichtigsten Trend der Konsumgüterindustrie. Gerade in den USA ist dieser Aspekt nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. Das smarte Bezahlsystem Apple Pay reiht sich hier nahtlos ein und ist eine logische Weiterentwicklung des bargeldlosen Zahlens in Amerika. Wie Apple in Deutschland die digitale Bezahlhürde meistern will, bleibt offen. Ein wichtiger Aspekt und eine besondere Herausforderung hierzulande sind der Datenschutz sowie die skeptische Einstellung der Deutschen zu Kreditkarten.

… rücken näher zusammen

Wenn der Nutzen der Wearables groß genug ist, werden sie stets am Körper getragen. Zum Sport, zum Einkaufen und auf Reisen. Die Wearables werden Teil unseres Lebens und Alltags. Dieses Potenzial intelligent im Marketing einzusetzen, ist eine große Herausforderung. Denn nur wenn die Ansprache einen wirklichen Mehrwert für den Träger darstellt, findet die Kommunikation über diese neuen Geräte Akzeptanz beim Nutzer und Konsumenten. Wer samstags durch die Innenstadt schlendert, könnte Interesse daran haben, Mehrwert von lokalen Shops zu bekommen: Gutscheine oder Rabatte auf Produkte, Einladungen zu Events oder Tipps und Trends. Über die Beacons-Technologie kann man die Interessen des Wearable-Trägers, die man aus seiner Online-Nutzung ableiten kann, nahtlos mit seinem momentanen Standort verknüpfen. Auch umgekehrt, wenn der Konsument wieder online ist, können ihm – je nach seinen Interessen in der Offline- Welt – via Cross-Channel-Retargeting oder Newsletter relevante Infos angezeigt werden. Auch hier gilt: Nur wenn diese Informationen für den Konsumenten wirklich relevant sind, wird er diese angezeigt bekommen wollen. Hier liegt bei den Werbetreibenden eine große Aufgabe.Wearables können die Art, wie wir kommunizieren und Informationen teilen, nachhaltig verändern. Statt auf Telefone und Tablets, werden wir auf die Screens von Wearables schauen, das verschiebt auch die Anteile unserer Screennutzung. Wollen Werbetreibende konkurrenzfähig bleiben, so sollten sie das Wachstum von Smartwatches & Co. gut beobachten und eine eigene Digital-Strategie für Wearables aufsetzen. Diese sollte die kleinen Displays und das besondere Nutzungsverhalten von Wearables geschickt integrieren. Das kann z.B. auch Auswirkungen auf Kundenbindungsprogramme haben, etwa in Form von digitalen Punktekarten.Gerade auf Reisen hat man in der Regel viel vor. Gut, wenn die Navigation dann eher eine untergeordnete Rolle spielt und wie nebenbei passiert. Die Apple Watch erlaubt es, Standort-Favoriten festzulegen, die Nutzer vor Ort auswählen können, um sie per links-rechts-Vibrations-Navigation der Uhr anzusteuern. Konsumenten werden also zielgerichteter in Innenstädten unterwegs sein. Unternehmen müssen deshalb erstens kanal- bzw. geräteübergreifend Anreize setzen, um ihre Läden zum Ziel der Shopper zu machen. Und zweitens Technologien wie Beacons nutzen, um Konsumenten über gezielte Impulse spontan von einem lohnenswerten Umweg zu überzeugen.

Der Autor Tobias Kiessling ist CTO bei intelliAd. Mehr zum Thema lesen Sie auch in unserer morgigen Freitags-Ausgabe im medianet technology-Buch auf Seite 44.

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