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Onlineauftritt: Heimische KMUs hinken hinterher
26.02.2015

Onlineauftritt: Heimische KMUs hinken hinterher

Erhebung KMU-Spezialist Asima analysierte die Onlinemarketing-Performance 200 österreichischer Unternehmen

Grundsätzlich notwendige Inhalte wie Kontaktaufnahme oder Newsbereich würden oftmals fehlen.

Wien/Klosterneuburg. Ein schlechtes Zeugnis stellt eine aktuelle Erhebung österreichischen Klein- und Mittelbetrieben in puncto Online-Marketing aus. Beginnend bei den Webauftritten bis zum Einsatz von Social Media, gäbe es Nachholbedarf, so eine aktuelle Studie von Asima, einem österreichischen Online-Marketing-Beratungs-unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg.

Dieses nahm die Webauftritte von 200 kleinen und mittleren Unternehmen im Zeitraum von Jänner bis Mitte Februar diese Jahres genauer unter die Lupe. Untersucht wurden unter anderem die Aktualität der Informationen und die Online-Maßnahmen zur Kundengewinnung, die Ausrichtung der Suchmaschinen und die Nutzung der Sozialen Medien.„Während Firmen im benachbarten Ausland wie Deutschland oder Italien längst auf den Online-Marketing-Zug aufgesprungen sind und damit selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Wachstumsraten im zweistelligen Bereich erzielen, hinken die Österreicher hier ziemlich hinter-her. Der Stellenwert von Online-Marketing im Marketingmix lässt also absolut zu wünschen übrig”, erläutert Asima-Berater Alexander Adrowitzer. So fehle beispielsweise bei rund 40% der untersuchten Unternehmen auf der Homepage die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme, und etwa 60% haben keinen Bereich für aktuelle Informationen vorgesehen.

Selten aktuell

Von den verbleibenden 40%, die dies tun, vergessen mehr als zwei Drittel, diese Informationen auch wirklich aktuell und suchmaschinengerecht aufzubereiten. „Produkte und Dienstleistungen werden immer homogener, deshalb ist es für erfolgreiche Unternehmen wichtiger denn je, jede Möglichkeit zu nutzen, um sich positiv in Szene zu setzen und Vorteile gegenüber den Mitbewerbern herauszustreichen; Online-Marketing ist hier ebenso wie Pressearbeit ein geeignetes und kostengünstiges Tool”, führt Adrowitzer weiter aus.

Nutzen fehlt

Bei 70% der von Asima durchleuchteten Firmenseiten ist laut Untersuchungsergebnis der konkrete Nutzen für den Kunden überhaupt unklar. „Das ist wirklich fatal, denn im Onlinebereich hat man nur den Bruchteil einer Sekunde Zeit, um den Besucher von sich zu überzeugen oder für immer zu verlieren”, ist Georg Singer, Spezialist für Online-Marketing, überzeugt. Die Asima-Studie zeige auch, dass fast keine Unternehmen Soziale Medien sinnvoll als Marketing-Instrument verwenden. Nur ein Viertel der Unternehmen ist auf Facebook vertreten, davon posten 66% nur selten etwas.

Falsche Schlüsse

„Das erweckt den Anschein eines langweiligen Unternehmens und lässt oft falsche Rückschlüsse auf die Produkte und Dienstleistungen ziehen. Dann ist es besser, überhaupt nicht auf Facebook vertreten zu sein”, so Singer. (red)

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