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Pinkafeld rüstet weiter auf
06.03.2015

Pinkafeld rüstet weiter auf

Fachhochschul-Standort Neue Studiengänge, Aufwertung durch umfangreiche Investitionen in Infrastruktur

Moderne Forschungsanlagen ermöglichen Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft.

Pinkafeld. Als „unverzichtbar für dieLehr- und Forschungstätigkeiten der Fachhochschule Burgenland” bezeichnete Wissenschafts-Landesrat Helmut Bieler den FH-Standort Pinkafeld bei einer Pressekonferenz. Umfangreiche Investitionen wurden in der unmittelbaren Vergangenheit getä-tigt, um diesen weiter aufzuwerten. „Rund 10% Wachstum bei den Forschungsaktivitäten, topmoderne Forschungsinfrastruktur im Labor und im neuen Energetikum, zusätzliche Arbeitsplätze und 50% mehr Studiengänge wurden erreicht”, so Bieler. Auch der weitere Ausbau sei bereits in Planung.

Von Mai bis Dezember 2014 wurde um rund 2,24 Mio. € das neue Forschungsgebäude „Energetikum” am Campus Pinkafeld gebaut. Nun kann Ende März die Forschungsarbeit aufgenommen werden. „Das Energetikum bietet Simulations- und Versuchsräume genauso wie ein topmodernes Zentrum für Managementsimulation”, sagt Bieler. Jetzt schon wurden drei Projektanträge für FFG-Ausschreibungen eingereicht, bei denen das Energetikum als Technologieträger mit eingebunden ist. Etwa 16 Personen werden fix im Energetikum arbeiten. Daneben wird es zwölf flexible Arbeitsplätze geben, etwa für Studenten, die aktiv in Forschungsprojekten mitarbeiten. Für Studienorganisation, Lehre und Management sind am Campus 70 fest angestellte Mitarbeiter tätig; dazu kommen 142 externe Lektoren. Auch diese Anzahl soll in den kommenden Jahren laut Bieler weiter steigen. „Mittelfristig sind mindestens 15 neue Arbeitsplätze geplant; die Fachhochschule ist also auch ein wichtiger Arbeitgeber im Südburgenland.”

Eine positive Bilanz

„Startete die FH Burgenland vor über 20 Jahren mit 45 Studierenden, bietet sie heute 718 Personen in Pinkafeld eine Top-Ausbildung”, sagt FH-Geschäftsführer Georg Pehm. „Allein im vergangenen Jahr haben wir einen Zuwachs von mehr als 25% verzeichnet. Zudem können wir seit Herbst 2014 drei weitere Studiengänge anbieten: Physiotherapie, Integriertes Versorgungsmanagement und Gesundheits- und Krankenpflege.” In Pinkafeld seien auch Studienwerber ohne Matura richtig, so Pehm: „Ein kostenfreier Vorbereitungslehrgang bereitet die Interessenten zielgerichtet auf die Anforderungen im Bachelorstudium vor. Vor allem jene, denen es an der technischen Ausbildung mangelt, können hier die wichtigsten Kompetenzen erwerben.” Parallel dazu hilft das sogenannte Advanced Bridge Program anderssprachigen Studierenden, sich die für ein Studium notwendigen Deutsch-Kenntnisse anzueignen.Neben der FH sind auch deren Töchterunternehmen am Standort Pinkafeld tätig: die Akademie Burgenland, die im vergangenen Jahr 140 Aus- und Weiterbildungsseminare mit rund 3.000 Teilnehmern für den öffentlichen Sektor durchführte, sowie die Forschung Burgenland. 36 Forschungsprojekte mit einem Volumen von 3,2 Mio. € werden derzeit in Pinkafeld von der Forschung Burgenland abgewickelt, weitere 1,8 Mio. € fallen auf das Energetikum.Für 2016 wird an der Erweiterung des Departments Energie-Umweltmanagement gearbeitet – ein neuer Bachelor- und ein neuer Masterstudiengang sollen angeboten werden. (pj)www.fh-burgenland.at

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