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„Preise werden weiter ansteigen”
30.01.2015

„Preise werden weiter ansteigen”

CBRE Tiefer Ölpreis hat Einfluss auf die Immomärkte

Wien. Im 2. Halbjahr 2014 sanken die Rohölpreise weltweit dramatisch. Richard Barkham, CBRE Global Chief Economist und Neil Blake, Head of EMEA Research bei CBRE, erklären den neuerlichen Ölpreisverfall mit einer gesunkenen Nachfrage, bei gleichzeitig leicht gestiegener Produktion, bedingt durch die Fracking-Revolution in den USA. Der New Yorker Warenterminbörse NYMEX zufolge werde sich der Preis zumindest heuer bei ca. 65 USD (58 Euro) je Fass einpendeln, in naher Zukunft ist keine Kehrtwendung in Sicht. Nach dem Tiefpunkt heuer könnte er bis 2020 langsam wieder auf 90 bis 100 USD je Fass ansteigen.

Verzögerung von 18 Monaten

„Da das billige Öl die Wirtschaft und damit die Immobilienmärkte in den westlichen Ländern stützt, gehen wir davon aus, dass mit einer Verzögerung von etwa 18 Monaten die bisher erwarteten Mieten flächendeckend ansteigen werden. Diese Entwicklung wird sich vor allem auf den Einzelhandel- sowie den Privatimmobiliensektor niederschlagen”, meint Blake. Noch seien künftige Schwankungen in Angebot und Nachfrage schwer einzuschätzen. In einem Szenario des vom Ölpreisverfall initiierten Wirtschaftswachstums mit direktem Einfluss auf den Immobilienmarkt werde es jedenfalls, so die CBRE-Experten, wesentlich vom Verhalten der Zentralbanken abhängen, ob das Entstehen einer neuerlichen Immobilienblase verhindert werden kann.(red)

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