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Dinko Fejzuli 24.02.2015

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Die diesjährigen Oscars sind vergeben: Und auch wenn die Übertragung nicht „live live”, sondern stets um einige Sekunden versetzt live gesendet wird – um et­waige politische Statements der Gewinner herausschneiden zu können –, gab es, ungewöhnlich für die sonst so auf unschuldig polierte TV-Veranstaltung, gleich mehrfach gesellschaftskritische Stimmen, die auf das krasse Missverhältnis bei den Nominierten und noch mehr bei den Gewinnern des wichtigsten Filmpreises der Welt hinwiesen.

Der Oscar gilt schon längst als „alter, weißer Mann” und ein Blick auf die Statistik beweißt es auch: Ob Regisseure, Drehbuchautoren, Komponisten oder Kameraleute – 2014 waren alle Nominierten weiße Männer. Wundern braucht das niemanden. Denn: 95% der Oscar-Jury-Mitglieder sind weiß und gut 70% davon auch noch männlich.Aber weiß allein reicht auch schon lang nicht mehr: Vor allem Schauspielerinnen über 40 beklagen zu Recht den Mangel an interessanten Rollen.Mittlerweile gibt es schon, angelehnt an den über mehrere Jahre gedrehten Film „Boyhood”, einen eigenen Witz. Da heißt es: Interessante Rollen für Schauspielerinnen über 40 gäbe es natürlich auch weiterhin; diese müssten halt nur unter 30 sein, wenn sie hierfür engagiert würden ...

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