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Dinko Fejzuli 10.03.2015

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Andreas Kümmert mag, trotz Sieg beim deutschen Vorentscheid, nicht nach Wien fahren, um seine Heimat beim Eurovision Song Contest zu vertreten.

Mit den Worten „Ich bin ein kleiner Sänger, ich gebe meine Wahl ab” sagte Kümmert trotz überwältigendem Zuschauervotum nein und hat jetzt deshalb ein großes Problem.Jenes Publikum, das ihn mit fast 80% zum Sieger des deutschen Vorentscheids wählte, hasst ihn jetzt zu 100%, wie ein kurzer Blick in diverse Soziale Medien leicht belegt.Und warum fällt die Reaktion der Zuseher so heftig aus?Die Antwort darauf ist in einem Kommentar der Zeit zu finden, wo es zutreffend heißt: „Dieser Mensch gehört euch nicht”, aber genau das glauben eben die Zuseher. Frei nach dem Motto: „Wir haben dich zum Sieger gevotet, und jetzt machst du gefälligst das, was wir von dir erwarten.”Doch der Auserwählte sagt einfach nein; insbesondere deshalb eine beachtliche Tat, denn wer Andreas Kümmert an diesem Abend gesehen hat, hätte ihm das allein aufgrund seiner optischen Erscheinung nicht zugetraut. Aber die Frage ist natürlich, wie sieht denn so ein TV-Revoluzzer aus? Vermutlich (auch) so wie ein Andreas Kümmert. Und übrigens: Der Titel seines Siegerliedes fasst es auf den Punkt zusammen. Es heißt: „Simple Man”.

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