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Skodas Neuer bietet alles, was das Herz begehrt
Gregor Josel 20.02.2015

Skodas Neuer bietet alles, was das Herz begehrt

Skoda Superb Mit der dritten Generation des Superb kauft Skoda sogar seinen Kollegen die Schneid ab

Oberklasse mit allen Annehmlichkeiten, aber günstig? Da fällt der Blick schnell nach Tschechien.

Wien. Eine Fahrzeug-Generation zu entwerfen, stellt einen Autobauer vor eine große Herausforderung. Kann sie an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen? Wie radikal geht man im Bereich des Designs vor? Welche Innovationen packt man hinein und zu welchem Preis? Genau diese Fragen stellte sich auch Skoda, das nun die dritte Generation seines Flaggschiffes Superb vorstellte. Im Zuge des Generationenwechsels legt der Superb in den Außenmaßen zu und bekommt fünf Zentimeter in der Breite und gleich acht Zentimeter mehr Radstand spendiert. Dadurch bietet der 4,87 Meter lange Tscheche vor allem den Fondpassagieren mehr Platz, laut den Entwicklern um bis zu 16 Zentimeter. Auch dem Gepäck wurde mehr Raum zugesprochen, der Kofferraum fasst nun 30 Liter mehr und kommt auf 625 Liter. Skoda wäre nicht Skoda, würde man nicht auch den Superb mit praktischen Lösungen, „simply clever” genannt, ausstatten.

Noch cleverere Lösungen

Gleich 29 Alltagserleichterungen finden sich im großen Superb unter dem Motto simply clever. Den Eiskratzer im Tankdeckel oder den Türmülleimer kennt man bereits von Octavia und Fabia, neu sind dagegen ein spezielles Staufach in der Mittelarmlehne fürs iPad, Türtaschen, die allesamt 1,5 Liter-Flaschen fassen, oder ein Regenschirm in Fahrer- und Beifahrertür. Das Highlight stellt allerdings ein neu entwickelter Becherhalter in der Mittelkonsole dar. Der wurde so geformt, dass er sich mit dem Flaschenboden verzahnt, wodurch man seine Getränke auch während der Fahrt mit nur einer Hand öffnen kann.

Breite Motorenpalette

Die Auswahl an Motoren hält für jeden etwas bereit und umfasst fünf Benziner von 125 bis 280 PS und drei Dieselmotoren von 120 bis 190 PS. Die Aggregate haben es etwas leichter als beim Vorgänger, da der neue Superb bis zu 75 Kilogramm abgespeckt hat. Serienmäßig an Bord sind ein Start/Stopp-System und ein rekuperatives Bremssystem, was beträchtlich an der Verbrauchsschraube dreht. Der sparsamste Diesel gibt sich mit 3,7 Litern auf 100 Kilometer zufrieden, der 150 PS-Benziner mit Zylinderabschaltung geneh-migt sich 4,8 Liter. Bei den Zusatzausstattungen bedient sich Skoda im riesigen Wolfsburger Regal: Abstandstempomat mit Stopp&Go-Funktion, LTE-Hotspot oder auch Multi-Media-Apps sind verfügbar. Damit Skoda nicht auch noch die eigene VW- und Audi-Kundschaft abzieht, bleiben vorerst noch LED-Scheinwerfer, Head-up-Display oder das virtuelle Cockpit im Regal liegen. Einen Haken hat der Skoda Superb, der vor allem diejenigen trifft, denen jetzt das Wasser im Mund zusammengelaufen ist: Der Verkaufsstart der tschechischen Oberklasse-Limousine beginnt erst im Juni. Das ist der Grund, warum sich Skoda bei den Preisen derzeit noch bedeckt hält. Und für alle Kombifans heißt es noch etwas länger Geduld haben, denn die Lade-meister-Ausbaustufe des Superb wird dann im kommenden Herbst folgen und zeigen, wie man sich den perfekten Business-Kombi à la Skoda vorstellen darf.

Preis auf aktuellem Niveau

Eines versichert man aber: Der Basispreis soll sich stark am Vorgänger orientieren, der bei 26.960 Euro beginnt. Entscheidet man sich für Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe und zusätzliche Sicherheitsfeatures, wird der Preis wohl schnell in die Höhe klettern. Skoda braucht sich also schon lang nicht mehr zu verstecken, sind die Tschechen unter Wolfsburger Flagge doch im Bereich der Ausstattung und des Preises schon länger nicht mehr im Billig-Segment zu Hause. www.skoda.at

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