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Süßes Frühstück im Trend: die Marmelade-Semmel
Jutta Maucher 17.02.2015

Süßes Frühstück im Trend: die Marmelade-Semmel

Darbo, Julius Meinl, Staud’s Mit fruchtigen Innovationen mischen die Hersteller den Markt neu auf

Konfitürenmarkt war zuletzt rückläufig, aber dafür stieg das Einkochen von Früchten stark an.

Wien/Stans. Dass das Frühstück wichtig ist, ist unbestritten. Gesund soll es auch sein. Doch nicht jeder greift gern zum Müsli. Manche mögen lieber ein süßes Frühstück, Brot mit Honig oder Marmelade mit einem hohem Fruchtanteil stehen dabei on top. Oder wie es Jürgen Ellensohn, Marketingleiter bei Julius Meinl Österreich, sagt: „Was wäre das original Wiener Frühstück mit großem Braunen, Mokka oder der klassischen Wiener Melange ohne das Marmelade-Semmerl?”

Und: Marmelade ist laut einer Studie von Spectra nach Brot und Butter das beliebteste Frühstücksprodukt. Interessant: Frauen greifen signifikant häufiger zur Marmelade als Männer. Zudem gibt es laut Julius Meinl die typische Marmeladekonsumentin nicht: Die einen lieben sie passiert, die anderen mit Fruchtstücken.

Konkurrent Hausfrau

Aber vielleicht wird das Frühstück mit Marmelade auch überschätzt, vielleicht auch nicht. Denn das einzige, was klar ist: Der Konfitürenmarkt war im Jahr 2014 deutlich rückläufig, wertmäßig um -5,7 Prozent und mengenmäßig sogar mit -6,4 Prozent. Aber in diesem Segment sagen die Zahlen nur wenig aus. Denn für sämtliche Marmeladenhersteller gilt: Der jeweils größte Mitbewerber ist die Hausfrau, gegebenenfalls der Hausmann, die oder der selbst einkocht. In diese Richtung geht auch die Antwort von Martin Darbo, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Familienunternehmens, auf die Frage nach den Gründen für den Rückgang: „Ursache dafür scheint die stark gestiegene Obsternte in Österreich im Sommer 2013 gewesen zu sein, die zu deutlich gestiegenen Einkochmengen der Haushalte geführt hat. Dadurch hat der Konfitürenabsatz im LEH im ersten Halbjahr 2014 stark gelitten.” Und es zeigt sich auch deutlich: Nachdem im Sommer 2014 eine ähnlich gute Obsternte wie im Jahr zuvor erzielt wurde, gab es auch im zweiten Halbjahr 2014 kein Marktwachstum. „Diese Interpretation wird durch vorliegende Zahlen zum Gelierzuckerverkauf in Österreich untermauert”, weiß der Marmeladen-experte. Generell halten die Marmeladenhersteller mit neuen Sorten und Produkten weiter gegen die Do-it-Yourself-Kreationen. „Nachdem wir im Frühjahr 2014 die Naturrein Konfitüre Sanddorn-Orange im 450 g-Glas eingeführt haben, fokussieren wir heuer auf Single- und Zwei-Personenhaushalte, deren Zahl ständig zunimmt”, so Darbo. Daher gibt es seit Anfang 2015 die Naturrein Konfitürensorten Rosenmarillen passiert, Gartenerdbeeren und Himbeeren in einem kleineren, nämlich 225 Gramm-Glas”, so Darbo.

Fruchtig und Fein

Da eben Marmelade von unterschiedlichen Konsumtentypten gekauft wird, hat Julius Meinl wiederum die Bedürfnisse im Detail analysiert und zwei Produktlinien kreiert. „‚Die Feine' im praktischen 500 g-Glas setzt voll auf den Trend fein passierter Marmeladen; die Produktlinie überzeugt mit höchster ‚Patisserie-Qualität'. ‚Die Fruchtige' begeistert alle Liebhaber von Fruchtstücken und ist im schlanken, edlen 250 g-Glas ins Regal erhältlich”, so Ellensohn.Staud’s hat insgesamt 95 Sorten Konfitüren im Sortiment, was schon von der vielfältigen Begeisterung der Österreicher für Marmeladen zeugt. Besonders beliebt ist aber seit jeher die Marille; aktuell erhältlich ist daher eine Sonderedition der Marille vom „Venusberg Garten” – aus Willendorf in der Wachau.

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