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Transparenz ist das Gelbe vom Ei
18.03.2015

Transparenz ist das Gelbe vom Ei

Haltung Die meisten Legehennen leben in Österreich in Bodenhaltung (68,8%), 19,5% in Freilandhaltung, 9,6% in Biobetrieben und 2,1% in Käfigen

Circa 70 Millionen Eier verspeisen die Österreicher zur Osterzeit – das ist ein Zehntel des Gesamtverbrauchs.

Wien. EU-weit ist die Käfighaltung erst seit 2012 verboten, hierzulande bereits seit dem Jahr 2009. Mittlerweile leben die meisten Legehennen in Österreich in Bodenhaltung (68,8%), 19,5% in Freilandhaltung, 9,6% in Biobetrieben und 2,1% in ausgestalteten Käfigen – das seien laut Hermann Schultes, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich, immerhin „Hühnerställe mit Scharrmöglichkeiten, Legenestern und Sitzstangen”.

Klarheit über die Haltungsbedingungen und Herkunft von Eiern können sich Konsumenten hierzulande mithilfe der Eierdatenbank verschaffen: „Die Stempelung am Ei macht die Haltungsform sichtbar. Die Österreichische Eierdatenbank – eine EU-weit einzigartige Einrichtung – sichert die Angaben verlässlich ab”, erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Gut 90% der Frischeier am Markt werden laut Blass mittlerweile von der Eierdatenbank erfasst. 2014 wurden etwa 723 Mio. Frischeier im Wert von 180 Mio. € gekauft – so viele wie schon lange nicht. Knapp 80% laufen über den Lebensmittelhandel, der Rest über alternative Bezugsquellen wie Ab-Hof-Verkauf oder Zustellung. Aber vor allem im Diskont sind Eier ein regelrechtes Zugpferd, vor allem bei Hofer, erklärt Blass. Ein Zehntel des Jahresverbrauchs, circa 70 Mio. Eier, wird in Österreich zur Osterzeit verspeist. Laut einer Motivanalyse der AMA achtet ein Drittel der befragten Konsumenten beim Eier-Kauf besonders auf die Haltungsform der Hennen. Daneben sind Herkunft, Frische und Preis die ausschlaggebenden Kriterien. „Österreichs Eier werden unter Einhaltung höchster Tierschutzstandards produziert”, versichert Schultes. „Ich sage nicht, dass andere Eier aus der EU zweitklassig sind, aber die österreichischen Eier sind erstklassig.” Denn während europaweit der sogenannte ausgestaltete Käfig mitunter noch am weitesten verbreitet sei, so Schultes, produzierten österreichische Legehennenhalter fast ausschließlich in Boden- und Freilandhaltung. (dp)

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