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Umweltsünde in der Tüte
daniela prugger 21.01.2015

Umweltsünde in der Tüte

Kampagne Für die Herstellung der Tortillachips „Doritos” verwendet der US-Konzern PepsiCo unter anderem Palmöl

Palmöl versteckt sich oft auch hinter Begriffen wie pflanzliches Öl bzw. Fett oder „Sodium Laureth Sulfate”.

Vancouver. In Zeiten des Internets gewinnt man Aufmerksamkeit besonders gut mithilfe von Bewegtbildern. Den aktuellen Beweis dafür liefert der Spot der US-Konsumentenorganisation SumOfUs, der auf die umweltzerstörerischen Aktivitäten bei der Herstellung der Tortillachips „Doritos” aufmerksam macht. Für die Herstellung des Sanckprodukts aus dem Hause PepsiCo wird nämlich Palmöl verwendet. Die Story des Spots: Stets begleitet von den Doritos, lernt sich ein Paar kennen und fährt nach der Hochzeit in die Flitterwochen. Doch die Urlaubsdestination gleicht einem verwüsteten Brachland. Es folgt die Einblendung: „Doritos können Spuren von Regenwald enthalten”. Dass der US-amerikanische Konzern PepsiCo jährlich 427.500 t Palmöl einkauft, ist bekannt. Das Rain-forest Action Network hatte 2013 von den 20 größten Süßwarenkonzernen gefordert, kein „Conflict Palm Oil” mehr zu kaufen. Einige Firmen wie Kellogg und Mars sagten zu – PepsiCo nicht.

Zerstörung der Regenwälder

Die Produktion von Palmöl zerstört den Regenwald massiv und nimmt Tieren, auch solchen, die vom Aussterben bedroht sind, den Lebensraum weg. Denn um eine Plantage zu erreichten wird zuerst der Urwald abgeholzt; was übrig bleibt, wird brandgerodet, und die Torfböden anschließend entwässert, informiert Greenpeace. Hauptlieferanten von Palmöl sind Indonesien und Malaysia, mit einem jeweiligen Anteil von 40% am Gesamtaufkommen. Palmöl wird unter anderem für die Herstellung von Nahrungsmitteln, Fertigprodukten und Kosmetika verwendet.

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