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Und wieder ein Punkt fürs steigende Marken-Image
Gregor Josel 20.03.2015

Und wieder ein Punkt fürs steigende Marken-Image

Skoda Octavia Combi RS TDI Dauertestende nach 34.548 beeindruckenden und freudvollen Kilometern

Sportlich, komfortabel, geräumig, clever, sparsam, günstig: Muss man eigentlich noch mehr wissen?

Wien. Seit März 2014 begleitet uns der Skoda Octavia Combi RS TDI nun im Dauertestfuhrpark und holt nun zum großen Finale nach rund 34.500 Kilometern aus. Und die Bilanz des feschen Tschechen kann sich sehen lassen. Über den gesamten Testzeitraum begnügte sich der RS mit rund 6,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Und das trotz 184 PS und einem satten Drehmoment von 380 Nm. Und es ist auch die Leistung, die für das einzige kleine Manko am scharfen RS-Diesel verantwortlich ist: Das oftmalige Durchdrehen der vorderen Räder, welche die immense Kraft des RS nicht immer zu 100 Prozent auf den Boden bringen.

Ansonsten könnte man, selbst wenn man wollte, nichts bekritteln an diesem Auto. Selbst wem das Sportfahrwerk der RS-Version vielleicht anfangs etwas straff vorkommen mag, der muss in keiner Situation auf Komfort verzichten. Auch auf ruppigen Autobahnetappen gibt's in Sachen Federungskomfort nichts zu meckern.

Alltagssportler

Und lässt man die Familie, oder die Ladung – es passen ja immerhin bis zu 1.740 Liter in das Heck des Octavia Combi – mal zu Hause und begibt sich auf ambitionierte Bergwertung, spätestens dann wird man dankbar für das straffe Fahrwerk sein, denn trotz allen Komforts und gediegener Ausstattung – der RS ist unterm Strich auch ein richtig guter Alltagssportler, mit dem man letztlich auch auf der Rennstrecke keine schlechte Figur machen würde. Und möchte man anfangs noch daran glauben, dass „simply clever” ein reiner Marketing-Schmäh ist, so schnell lernt man die gleichnamigen Features, mit denen Skoda seine Fahrzeuge versieht, lieben. Da wäre beispielsweise der im Tankdeckel befindliche Eiskratzer, der Handyhalter im Cup-holder oder die – im restlichen VW-Konzern ja nicht so gern verbaute – USB-Schnittstelle direkt im Ablagefach der Mittelkonsole. Oder der kleine Mistbehälter für die Ablagen in den Türen, die vom Heck aus umklappbaren Hecklehnen oder die 12V-Steckdose im Kofferraum und die 220 Volt-Steckdose in der Mittelkonsole.

Alles drin, alles dran

Die Mehrausstattung des Dauer-testwagens trug dann noch den Rest zum rundum Glücklichsein bei, denn mit den mitlenkenden Bixenon-Scheinwerfern, dem radargestützten Tempomat mit Abstandsregler, Spurhalteassistent, Panorama-Glasschiebedach, dem großen Infotainmentsystem „Columbus II”, dem Canton-Sound-system oder der beheizbaren Frontscheibe ist man sprichwörtlich voll ausgestattet, um ein gesamtes Autoleben lang glücklich zu sein.

Das Ding mit der Marke

Das spannendste Thema ist jedoch das Preis/Leistungsverhältnis. Denn bei einem Einstiegspreis von 33.980 Euro kann einem durchaus das Herz aufgehen, wiewohl man sich ja auch im Inneren des Autos in gewohnter VW-Konzern-Umgebung wiederfindet. Knöpfe, Schalter, Lenkrad: All das kennt man aus Passat, Golf und Co., nur eben nicht zu diesen Preisen. Der Testwagen schlug mit der nahezu vollumfänglichen Vollausstattung mit 40.125 Euro zu Buche, was nun zwar schon Geld ist, aber für die Fülle an Ausstattungsfeatures durchaus als äußerst preiswert durchgeht. So ist es letztlich nur mehr ein Image-Problem, mit Skoda ab und zu noch zu kämpfen hat, wenn potenzielle Käufer sich vom Luxus-Flair manch anderer Marken einlullen lassen und somit ganz und gar nicht simply clever erscheinen. Denn in Sachen Preis/Leistung ist die Marke Skoda mittlerweile ganz vorn dabei und wie man unter anderem eben auch am Beispiel RS sieht, können sie auch atemberaubend schöne Autos bauen, die die Konkurrenz auf die Plätze verweisen. www.skoda.at

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