health economy
Viel erreicht, vieles nicht
Ina Schriebl 30.01.2015

Viel erreicht, vieles nicht

Jahresrückblick Von der Gesundheitsreform über die Gesundheitsberufe bis hin zum Gesundheitssatellitenkonto

Diskussion bei Präsentation des Jahrbuchs „Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2014”.

Wien. Kürzlich wurde das Jahrbuch „Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2014” vorgestellt, welches bereits zum sechsten Mal von Sanofi GmbH und der „Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich” der Wirtschaftskammer Österreich herausgegeben wurde.

„Das Jahr 2014 war sehr ereignisreich. Ich möchte besonders die Fertigstellung des Gesundheitssatellitenkontos für Öster-reich hervorheben, das gezeigt hat, dass das Wachstumspotenzial in dieser Branche enorm ist”, erklärte der Initiator der Plattform und Leiter der Abteilung für Gesundheit der WKO, Martin Gleitsmann. Außerdem sei jeder siebte unselbstständig Beschäftigte in diesem Bereich angestellt. „Wir sehen die steigende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Arbeitsplätze und Wachstum in Österreich.”Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Experten die Ereignisse 2014 und die offenen Baustellen der Gesundheitsreform. Peter McDonald, Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger: „Die einzelnen Systeme sollten verbessert zusammenarbeiten und der Schwerpunkt mehr auf Prävention gelegt werden.” Um die Reform vom Papier in die Umsetzung zu bringen, müsse der Patient die Reform auch spüren; „wir sollten uns die Themen Wohnortnähe und Qualität besser ansehen.” Er verwies auf die ersten Pilotprojekte zur Primärversorgung, die im ersten Halbjahr 2015 starten werden. Arthur Wechselberger, Ärztekammer-Chef, verwies auf vorherige Reformen und meinte: „Wir sind zu stark in der Erstellung von Konzepten. Es gab 2005 eine Gesundheitsreform, 2008 fast eine und 2013 die nächste; die letzte wärmt die Reform aus 2005 auf.”

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