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Viel Wind für die Wende
herbert strasser 06.02.2015

Viel Wind für die Wende

Umfrage Deutsche Energieversorger stehen zur Wende

Über 300 Milliarden Euro sollen investiert werden.

München/Berlin. Mit einem voraussichtlichen Investitionsbedarf von rund 310 bis 360 Mrd. Euro bis 2030 ist die Energiewende eines der größten Projekte in Deutschland. Bei ihren Investitionsplänen setzen deutsche Energieversorger, so eine aktuelle Studie von Oliver Wyman, hauptsächlich auf On-shore-Windkraft (79% der befragten Unternehmen); Photovol-taik steht bei 44% im Fokus.

Wirkungslose Gesetze

Kritisch sehen die Energieversorger die politischen Rahmenbedingungen. Die 2014 vorgenommenen Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) halten 83% für wirkungslos. Auch der erforderliche Netzausbau wird, so glauben 30%, nicht so schnell wie geplant realisiert werden. Trotzdem glauben 83% der Befragten, für die anstehenden Herausforderungen gut vorbereitet zu sein.Studienautorin Alwine Mohnen vom Lehrstuhl für Unternehmensführung der Technischen Universität München ist aber überzeugt, dass die Neupositionierung vom Anbieter zum Dienstleister nicht so einfach funktionieren wird. Die Produkte sind häufig noch zu technikorientiert und bilden die Bedürfnisse der Kunden nicht ausreichend ab. Für Energieversorger hat es daher höchste Prorität, ein besseres Kundenverständnis zu entwickeln und vor allem einfache und maßgeschneiderte Produkte zu schaffen, die regionale Besonderheiten berücksichtigen. www.oliverwyman.com

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