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VoD: Ein Drittel nutzt kostenpflichtige Dienste
12.03.2015

VoD: Ein Drittel nutzt kostenpflichtige Dienste

Nonlineares Bewegtbild MindTake Research erhebt Mediennutzung unter 1000 Österreichern

Großteil gibt im Schnitt sechs bis zehn Euro für Video on Demand-Dienste aus; Männer stärkere User.

Wien. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschers MindTake Research befindet sich Video on Demand auf dem Vormarsch: Ein Drittel der Befragten Österreicher verfügt demnach über ein kostenpflichtiges Abonnement bei einer Online-Videothek. Etwa 1.000 Personen wurden zu ihren nonlinearen Nutzungsgewohnheiten befragt (siehe Infobox).

Besonders beliebte Streaming-Services sind laut den Studienmachern UPC On Demand (9%), gefolgt von iTunes Store (Apple TV) und A1 Videothek mit jeweils sieben Prozent. Auch der 2014 ins Leben gerufene Video on Demand-Service „Amazon Prime Instant Video” des Online-Versandhauses Amazon erfreut sich mit sieben Prozent ebensolcher Beliebtheit. Der Streaming-Service steht allen Amazone Prime-Kunden zur Verfügung. Weitere Anbieter sind Netflix und Sky Online, die mit je sechs Prozent noch vor Maxdome (3%) und Flimmit (1%) liegen.

Ältere zahlen mehr

In puncto Beliebtheit kommt Video on Demand bei Männern etwas besser an als bei den Frauen: Mehr als ein Drittel hat ein kos-tenpflichtiges Abonnement (39%), während nur 27% der Frauen einen derartigen Online Service nutzen. Nur 21% der Österreicher zahlen mehr als 20 Euro im Monat für Video on Demand. 20% geben sogar nur bis zu fünf Euro monatlich aus und 24% bezahlen zwischen sechs und zehn Euro für Onlinevideos. Die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen greift hier gern etwas tiefer in die Tasche – fast ein Drittel (31%) nutzt laut MindTake Research Angebote, die zwischen 11 und 20 Euro im Monat kosten. In der Nutzung sind das TV-Gerät und der Smart TV die bevorzugten Devices: 61 Prozent der Befragten konsumieren Video on Demand-Dienste am liebsten auf dem TV oder Smart TV, der einen direkten Zugriff auf das Internet ermöglicht. Den Computer oder Laptop nutzen 23% als hauptsächliches Gerät, und zehn Prozent bevorzugen das Tablet. Für sechs Prozent der Befragten ist das Smartphone das wichtigste Gerät, um Video on Demand zu schauen. Besonders in Wien haben sich TV und Smart TV bei Video on Demand-Abonnenten durchgesetzt: 79% der Befragten ziehen diese Geräte vor, aber auch in Kärnten erfreuen sie sich großer Beliebtheit (68%).Die gefragtesten Zweitgeräte für Video on Demand-Nutzer sind Computer oder Laptop (35%), gefolgt von Tablet (23%), Smartphone (19%) und TV oder Smart TV (16 %).

Trend „unaufhaltsam”

Eine Studie von Prognos (mediareports Fernsehen 2018/„Zukunftsperspektive oder Utopie?”) setzte sich erst im Jänner mit dem Wandel des Fernsehsystems auseinander. Die weitere Entwicklung des Fernsehens werde in den nächs-ten Jahren zunehmend zu einer Gratwanderung werden. Der Trend zur nicht-linearen Fernsehnutzung und zum personalisierten Programm sei „unaufhaltsam”, bei eingetrübten Aussichten für das angestammte Geschäft. Den etablierten Fernsehstationen drohe dabei „ein ähnlicher Bedeutungsverlust wie der Musikindustrie”, zeichneten die Medienmacher ein düsteres Bild. Dem entgegneten heimische TV-Macher, dass nicht so heiß gegessen wie gekocht wäre – siehe auch medianet vom 20. Jänner des Jahres.(red)

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